Lexikon
Flụxus
[
lateinisch, „Fließen“
]eine Spielart des Happenings, bei der durch ein zufälliges Zusammenspiel theatralischer, musikalischer und bildnerischer Mittel Geschehnisse nach vorbereiteten „Partituren“ inszeniert wurden. Die Fluxus-Bewegung wurde 1962 in New York von George Maciunas gegründet. Ihre deutschen Repräsentanten waren u. a. J. Beuys, B. Brock, T. Schmit, W. Vostell. In ihren Veranstaltungen knüpften sie an die Tradition des Dadaismus an, indem sie die stufenweise Eliminierung der schönen Künste und die Ausrichtung auf sozial konstruktive Ziele forderten. Europäische Fluxusfestivals fanden 1962 in Wiesbaden, Kopenhagen und Paris und 1963 in Düsseldorf, Amsterdam, Den Haag, London und Nizza statt. Hinsichtlich der Konzeption, die Grenzen zwischen Kunst und Alltag zu verwischen, kann Fluxus als Vorläufer der Performance und der Video-Art angesehen werden.
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