Lexikon

Gaumen

lateinisch Palatum
die Trennwand zwischen Mund- und Nasenhöhle bei Wirbeltieren: bei Fischen, Amphibien, Reptilien und Vögeln als primäres Munddach, gebildet vom (verknöcherten) oberen Teil des Kieferbogens (Mandibularbogen); bei Säugern als sekundäres Munddach eine Vergrößerung der Nasenhöhle: mehrteiliger knöcherner Gaumen, der sich nach hinten mit einer Muskelplatte als weicher Gaumen fortsetzt. Der weiche Gaumen bildet das Gaumensegel, das nach hinten in das Gaumenzäpfchen (Uvula) ausläuft. Das Gaumensegel schließt beim Sprechen und Schlucken die Nasenhöhle gegen den Rachenraum ab. Seitlich bildet das Gaumensegel zwei Falten, die Gaumenbögen, in denen die Mandeln eingebettet sind.
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