Lexikon
Kamẹle
CamelidaeTrampeltier Kamel
Trampeltier Kamel
© wissenmedia/Rita Reiser
die einzige noch lebende Familie der Unterordnung Schwielensohler, Tylopoda, die zu den Paarhufern gehört; im Pleistozän weit verbreitet; mit schwielenartigen Polstern unter den Endgliedern der dreiteiligen Zehen; hochbeinige und langhalsige Steppentiere, Passgänger. Die oberen Schneidezähne fehlen; der Magen ist dreiteilig (Wiederkäuen). Die Kamele sind sehr genügsam. Die Herden werden von starken Hengsten geführt, die im Rivalenkampf heftig spucken, schlagen und beißen können. Hierher gehören die Großkamele, Gattung Camelus, und die südamerikanischen Vertreter der Gattung Lama.
Verdauungsorgane von Wiederkäuern
Verdauungsorgane von Wiederkäuern
Die Wiederkäuer, z. B. Schafe und Kamele, haben einen mehrteiligen Magen. Die Nahrung gelangt zunächst in den Pansen, dann in den Netzmagen, wo sie mit Hilfe von Bakterien zu einem Brei aufgeschlossen wird. Dieser wird hochgewürgt und wiedergekäut. Dann kommt der Nahrungsbrei in den Blättermagen und anschließend in dan Labmagen, wo die Nährstoffe absorbiert werden. Das Kamel hat ca. 800 Wasserspeicherzellen in der Wand des Pansens.
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Alpaka
Alpaka
Alpakas werden in den fast baumlosen Hochgebirgslandschaften von Ecuador, Peru und Bolivien gehalten. Diese auf Wollertrag gezüchtete Haustierform liefert eine feine, gut zu verarbeitende Wolle.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Zu den Großkamelen gehören das einhöckrige Dromedar, Camelus dromedarius, das in Afrika u. Vorderasien und eingeführt in Australien vorkommt, sowie das zweihöckrige Trampeltier, Camelus ferus, das in Mittel- und Ostasien beheimatet ist. Beide sind hervorragend an das Wüstenleben angepasst: Fetthöcker und rund 800 Wasserzellen im Pansen dienen als Speicher. Das Gaumensegel der Männchen kann zur Brunftzeit als Maulblase vorgestülpt werden, um die Brunftschreie zu verstärken. Kamele sind Passgänger, d. h., sie setzen Vorder- und Hinterbeine je einer Körperhälfte gleichzeitig nach vorn. Dadurch kommt der schaukelnde Gang („Wüstenschiff“) zustande. Während die Trampeltiere überwiegend zum Lastentransport herangezogen werden, dienen die leichteren Dromedare häufiger auch zum Reiten (Geschwindigkeit bis 75 km/h). Der Sattel sitzt dabei vor dem Höcker. Wahrscheinlich gibt es heute nur noch wenige hundert Wildkamele, und zwar Trampeltiere, während Dromedare nur als Haustiere existieren, ausgenommen eine größere Zahl von in Australien verwilderten Tieren.
Dromedar Kamel
Dromedar Kamel
© wissenmedia/Rita Reiser
Dromedar
Dromedar
Von den Großkamelen gibt es nur zwei Arten: das einhöckrige Dromedar und das zweihöckrige Trampeltier. Alle heute lebenden Dromedare sind Haustiere, deren wild lebende Stammart bereits seit langer Zeit ausgestorben ist.
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Kamele: Trampeltier
Kamele: Trampeltier
Das zweihöckrige Kamel, das Trampeltier, kommt fast nur noch als Haustier vor. Entsprechend dem Steppenklima in seinem innerasiatischen Verbreitungsgebiet ist es gegen Kälte ziemlich unempfindlich.
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