Lexikon
Geisel
[
keltisch
]in älterer Zeit eine Person, die mit ihrem Eigentum und Leben für die Erfüllung von Pflichten einer anderen Person einsteht, im Wirtschaftsleben durch die Einrichtung der schuldrechtlichen Bürgschaft abgelöst. In neuerer Zeit spielte die Geiselnahme im Kriegsrecht noch eine Rolle: als Festnahme von Angehörigen des besetzten Landes zur Verhütung von Angriffen auf die Besatzungsmacht unter Androhung der Tötung der Geiseln. Im 2. Weltkrieg kam es hierbei – insbesondere auch im Zusammenhang mit der Partisanenkriegführung – zu offensichtlichen Rechtsverstößen. Nach dem Genfer Abkommen vom 12. 8. 1949 ist die Geiselnahme unzulässig. – Ausgehend von Lateinamerika, wird von linksgerichteten Untergrundbewegungen zur Erreichung politischer Ziele (z. B. Freilassung gefangener Mitkämpfer) in letzter Zeit immer häufiger eine Art von Geiselnahme vorgenommen; die Geiseln sind meist westliche Diplomaten oder Flugzeugpassagiere; neuerdings ähnliches Vorgehen bei Gewaltverbrechen, besonders bei Banküberfällen, um Herausgabe von Geld, freien Abzug u. a. zu erzwingen. Geiselnahme.
Wissenschaft
Neue Wege ohne Widerstand
Die Supraleiterforschung macht ihre größten Fortschritte abseits der großen Ankündigungen. So ist es erstmals gelungen, eine supraleitende Diode mit umkehrbarem Vorzeichen zu entwickeln, und exotische Supraleiter lassen sich nun Atom für Atom zusammensetzen. von DIRK EIDEMÜLLER Supraleiter gehören zu den faszinierendsten...
Wissenschaft
Training für eine starke Psyche
Manche Menschen stecken Krisen besser weg als andere und wachsen sogar an Herausforderungen. Neue Forschungen zeigen: Jeder kann sich ein Stück weit gegen Widrigkeiten des Lebens stählen. von CHRISTIAN WOLF Lange Zeit schien es vor allem eine Frage des Schicksals zu sein, ob jemand an stark belastenden Lebenssituationen wie einer...