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War Chagall ein religiöser Maler?
Ein größerer Teil seines Werks legt nahe, dass religiöse Themen Chagall besonders anzogen. So zählen zu seinen großen Werken diverse Kirchenfenster (Mainzer Dom, Kathedralen von Metz und Reims, Synagoge der Hadassah-Klinik in Jerusalem) und der aus 17 Bildern bestehende Zyklus »Biblische Botschaft«, für den der französische Staat in Nizza ein eigenes Museum errichtete.
Seine Ausbildung erhielt der am 7. Juli 1887 in Liosno bei Witebsk (Weißrussland) als Sohn armer jüdischer Eltern geborene Moishe Zakharovich Shagalov an der Schule der Kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste in St. Petersburg, 1908–1910 besuchte er dann die Malschule von Léon Bakst. 1910 ging er nach Frankreich, das ihm zur Wahlheimat wurde. Als Frankreich von NS-Truppen besetzt wurde, emigrierte er 1941 in die USA, kehrte aber nach Kriegsende nach Frankreich zurück. Marc Chagall starb am 28. März 1985 in St. Paul de Vence in Südfrankreich.
Neuer Risiko-Index sagt lokale Sturzflutgefahr voraus
Extremwetterereignisse wie Platzregen werden immer häufiger, mit teils verheerenden Folgen, wie zuletzt die Überschwemmungen in Süddeutschland zeigten. Forschende haben daher nun eine Art Warnampel für Starkregen entwickelt. Der Index berücksichtigt neben Wetterdaten auch die lokale Bebauung und natürliche Gegebenheiten, um die...
»Es herrscht Goldgräberstimmung«
Wirksame Naturstoffe stammen häufig aus dem Globalen Süden. Der Biologe Marco Thines spricht im Interview darüber, wie Mensch und Natur vor Biopiraterie geschützt werden sollen – und was das für die Forschung bedeutet. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Herr Prof. Thines, was ist Biopiraterie? Biopiraterie ist die Nutzung von...