Lexikon
Glühlampe
Glühbirne; MetallfadenlampeGlühlampe
Glühlampe
Werdegang einer G.
© wissenmedia
eine Lichtquelle mit einem durch elektrischen Strom zur Weißglut erhitzten Glühfaden. Eine Glühlampe besteht aus einem luftleeren oder mit neutralem Gas (Argon, Argon-Stickstoff-Gemisch, Krypton oder Xenon) gefüllten Glaskolben. Der Glühfaden ist meist aus Wolfram, seltener aus Osmium, Tantal oder Graphit (Kohlefadenlampe). Metallglühfäden sind im Allgemeinen gewendelt (Einfach- oder Doppelwendel). Allgebrauchslampen, meist mit Schraubfassungen (Edisongewinde) ausgerüstet, werden für Leistungsaufnahmen von 15–2000 Watt hergestellt. Sie erreichen eine durchschnittliche Lebensdauer von 1000 Stunden. Speziallampen, z. B. für Projektoren, haben meist eine niedrigere Lebensdauer. Von Projektorlampen wird außerdem eine möglichst gleichmäßige Spektralverteilung des Lichts verlangt; bei gewöhnlichen Glühlampen überwiegt der Gelb-Rot-Anteil. Zweifaden- oder Biluxlampen für Kraftfahrzeuge haben zwei Glühfäden: einen für Fernlicht, der im Brennpunkt des Scheinwerfers liegt, und einen für Abblendlicht, der davor angeordnet ist (mit Reflektor).
Geschichte
Die Entwicklung der Glühlampe setzte 1879 mit der Kohlefadenlampe von T. A. Edison ein. In Patentprozessen stellte sich aber heraus, dass H. Goebel schon 25 Jahre früher solche Lampen gebaut hatte. 1889 schlug der Chemiker C. Auer von Welsbach Glühlampen mit Metallfäden vor, die er dadurch gewann, dass er eine Paste mit Osmium durch feine Düsen drückte und diesen Faden dann trocknete und bei Luftabschluss glühte. Ein gezogener Draht, und zwar aus Tantal, wurde zum ersten Mal 1903 benutzt. Etwa von 1910 an setzte sich das Wolfram durch, nachdem es gelungen war, Verarbeitungsverfahren für dieses Metall zu entwickeln. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Glaskolben luftleer; um 1910 schlug der Amerikaner J. Langmuir vor, die Kolben mit einem neutralen Gas zu füllen und den Draht zu wendeln.
Wissenschaft
Fliegen im Magnetfeld
Wenn sich die Schwärme von Zugvögeln im Herbst auf den Weg zu ihren Winterquartieren machen, nutzen sie zur Orientierung einen inneren Kompass, der als Magnetsinn zu operieren scheint. Die Vögel verfügen über Magnetfeld-Rezeptoren, mit deren Hilfe sie den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes wahrnehmen können. Rotkehlchen haben...
Wissenschaft
Helfende Roboterhände
Immer mehr Menschen brauchen Unterstützung im Alter. Zugleich gibt es nicht ausreichend viele Pflegekräfte. Als Lösung setzen Forscher auf Roboter mit Künstlicher Intelligenz. In Garmisch-Partenkirchen entsteht ein weltweites Zentrum für diese Technologie. von ULRICH EBERL An diesem warmen Sommertag genügt ein Blick, um...
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Im Fluss der Zeit
Der simulierte Mensch
Mir ist so langweilig!
3D-Laserdruck mit Algen-Tinte
Es werde Licht!
Einstieg in den Kunststoff-Kreislauf