Lexikon

galvnische Elemnte

[
nach L. Galvani
]
elektrochemische Stromquellen, die elektrischen Strom abgeben können, ohne dass sie geladen werden müssen. Jedes galvanische Element enthält zwei Stäbe oder Platten aus verschiedenen elektrischen Leitern (z. B. Zink und Kohle), die Elektroden. Diese tauchen in eine Salzlösung (Elektrolyt), die durch Ionenwanderung (Elektrolyse) den Strom leitet. Werden die aus dem Elektrolyten herausragenden Elektroden mit einem Stromverbraucher (z. B. Glühlampe) verbunden, so fließt ein Strom. Die bei fließendem Strom zwischen den Polen herrschende Spannung von 12 Volt heißt Klemmenspannung. Benutzt man z. B. Zink- und Kohleelektroden, so entsteht diese Spannung dadurch, dass vom Zink mehr positive Ionen in den Elektrolyten übergehen als von der Kohle. Im Zink sind also gegenüber der Kohle überschüssige Elektronen vorhanden, die durch den angelegten Draht hinüberfließen können.
Eines der frühesten brauchbaren galvanischen Elemente war das Daniellsche Element; es besteht aus einer Zinkelektrode, die in verdünnte Schwefelsäure, und einer Kupferelektrode, die in Kupfersulfatlösung taucht; es liefert 1,1 Volt Spannung und findet heute noch bei Hausklingelanlagen Verwendung. Schaltet man mehrere Elektroden hintereinander, indem man jeweils den +-Pol des einen mit dem -Pol des anderen verbindet, so erhält man eine Batterie. Ihre Spannung ist gleich der Summe der Spannungen der einzelnen galvanischen Elemente. In Trockenelementen (für Taschenlampen u. Ä.) ist der Elektrolyt eine feuchte Paste aus verdickter Salmiaklösung.
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