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Heidelberg

baden-württembergische kreisfreie Stadt am Austritt des engen Neckartals aus dem Odenwald in die Oberrheinische Tiefebene, 143 000 Einwohner; enge, barocke Altstadt am linken Neckarufer, überragt von der größten deutschen Schlossruine, dem Heidelberger Schloss: Anlage aus dem 13. Jahrhundert, mehrfach erweitert, besonders durch den Gläsernen Saalbau (15471549 von Kurfürst Friedrich II.), den prachtvollen Ottheinrichsbau in deutscher Renaissance (15561559 von Kurfürst Otto Heinrich) und den Friedrichsbau (16011604 von Kurfürst Friedrich V.); Keller mit dem berühmten Heidelberger Fass (221 726 l).
Heidelberg: Stadtwappen
Stadtwappen
Bedeutende Bauwerke in der Altstadt: Heiliggeistkirche (15. Jahrhundert), Peterskirche (15. Jahrhundert), Alte Universität (1711), Rathaus (18. Jahrhundert), Haus zum Ritter (1592), ehemaliger Marstall (16. Jahrhundert), Karl-Theodor-Brücke („Alte Brücke“, 17861788). Kultur- und Bildungseinrichtungen: Ruprecht-Karl-Universität (gegründet 1386, älteste Universität Deutschlands); Akademie der Wissenschaften, Hochschule für Musik und Theater, Max-Planck-Institute, Deutsches Krebsforschungszentrum; Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie; Technologiepark (Biotechnologie); Sternwarte; Apotheken-Museum, Kurpfälzisches Museum, Völkerkundemuseum, Theater; Fremdenverkehr; vielseitige Industrie: Maschinen, Fahrzeuge, Schreibwaren, medizinische Geräte, Bekleidung, Zement, chemische Produkte; Verlage. Verwaltungssitz des Rhein-Neckar-Kreises.

Geschichte

1196 erstmalig genannt; vom 14. Jahrhundert bis 1720 Residenz der Pfalzgrafen. 1386 gründete Ruprecht I. von Kurpfalz die Universität, die das Zentrum des Humanismus in Deutschland wurde; im 16. Jahrhundert Mittelpunkt der calvinistischen Glaubensrichtung (Heidelberger Katechismus) bis zum Dreißigjährigen Krieg. 1622 eroberte Tilly Heidelberg, 1633 die Schweden, 1688 belagerten die Franzosen Heidelberg, zerstörten es und sprengten das Schloss. 1803 kam Heidelberg an Baden. Nach 1945 Sitz des US-Oberkommandos in Deutschland.
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