Wahrig Herkunftswörterbuch

Abwesenheit
Die Wendung durch Abwesenheit glänzen, die heutzutage nur noch ironisch gebraucht wird, wenn jemand nicht an dem Ort ist, an dem er sein sollte, stammt aus dem alten Rom. Bei Leichenzügen trug man den Verstorbenen Bilder ihrer Ahnen voran, so auch beim Begräbnis der Junia, Witwe des Cassius und Schwester des Brutus. Die Bilder des Cassius und des Brutus, die das Mordkomplott gegen Julius Cäsar geschmiedet hatten, durften jedoch in der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus beschreibt in den Annalen, dass sie gerade dadurch umso stärker bei den Trauerfeierlichkeiten hervorleuchteten (
lat.
quod effigies eorum non videbantur). Dies Zitat wiederum gab MarieJoseph de Chénier in seiner 1811 verfassten Tragödie „Tibère“ so wieder, wie wir es im Deutschen und in anderen Sprachen heute kennen: „Brutus et Cassius brillaient par leur absence“ („Brutus und Cassius glänzten durch ihre Abwesenheit“).
Wissenschaft

Im Lithium-Rausch

Der Trend zur Elektromobilität lässt den Bedarf an manchen Rohstoffen kräftig steigen – vor allem an Lithium. Bislang wird das Metall nur in wenigen Regionen der Welt gefördert. Doch künftig könnte es auch aus heimischen Quellen kommen. von JAN BERNDORFF Feldspat, Quarz und Glimmer – die drei vergessʼ ich nimmer!“ Dieser Erdkunde...

Fisch
Wissenschaft

Fisch ohne Meer

Die Ozeane sind überfischt, Schleppnetze und Beifang ein Problem. Aquakulturen sind mit Medikamenten belastet. Eine Lösung könnten vegetarische Alternativen sein, doch ihre Nährwerte reichen oft nicht an Fisch heran. Start-ups versuchen nun, das Beste beider Welten zu vereinen. von FRIDA KOCH Der Konsum von Fischen und anderen...

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