Lexikon

Spoerl

Heinrich, deutscher Schriftsteller, * 8. 2. 1887 Düsseldorf,  25. 8. 1955 Rottach-Egern; Vater von Alexander Spoerl; Jurist; ab 1937 freier Schriftsteller; humoristische, z. T. zeitkritische Romane und Erzählungen: „Die Feuerzangenbowle“ 1933; „Der Maulkorb“ 1936; „Wenn wir alle Engel wären“ 1936.
Spoerl, Heinrich
Heinrich Spoerl
  • Deutscher Titel: Die Feuerzangenbowle
  • Original-Titel: DIE FEUERZANGENBOWLE
  • Land: D
  • Jahr: 1944
  • Regie: Helmut Weiß
  • Drehbuch: Heinrich Spoerl, nach seinem Roman
  • Kamera: Ewald Daub
  • Schauspieler: Heinz Rühmann, Karin Himboldt, Hilde Sessak
In der Komödie »Die Feuerzangenbowle« kann Heinz Rühmann seine humoristischen Talente voll entfalten. Der Film gehört zwar zu den typischen Unterhaltungsfilmen im Dritten Reich, hebt sich aber durch seine Originalität, die Qualität der Darsteller und die spritzigen Dialoge vom Durchschnitt ab.
Johannes Pfeiffer (Heinz Rühmann) verbringt einen feuchtfröhlichen Abend mit Freunden bei einer Feuerzangenbowle. Der wohlhabende Schriftsteller hört neidvoll den Erzählungen der anderen aus deren Schulzeit zu, hatte er selbst doch nur einen Privatlehrer. Er will das Verpasste nachholen und findet tatsächlich Einlass an einem Kleinstadtgymnasium. Dort entwickelt er sich quasi zum »Oberrabauken«, der durch seine originellen Streiche die Lehrerschaft zur Verzweiflung treibt.
  • Erscheinungsjahr: 1933
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser: Spoerl, Heinrich
  • Deutscher Titel: Die Feuerzangenbowle
  • Genre: Roman
Der in Düsseldorf erschienene Roman »Die Feuerzangenbowle« von Heinrich Spoerl (* 1887,  1955) avanciert für Jahre zu einem der erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsromane. Der junge Schriftsteller Hans Pfeiffer beschließt, noch einmal die Schulbank zu drücken, und wird der Held zahlreicher Lausbubenstreiche in der Oberprima eines Kleinstadtgymnasiums. Übertroffen wird der Erfolg des Buches nur noch von der Verfilmung durch Helmut Weiß (1944), in der Heinz Rühmann in der Rolle des Oberschülers Pfeiffer zu sehen ist.
  • Deutscher Titel: Wenn wir alle Engel wären
  • Original-Titel: WENN WIR ALLE ENGEL WÄREN
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1936
  • Regie: Carl Froelich
  • Drehbuch: Heinrich Spoerl, nach seinem gleichnamigen Roman
  • Kamera: Reimar Kuntze
  • Schauspieler: Heinz Rühmann, Leny Marenbach, Lotte Rausch, Harald Paulsen
»Wenn wir alle Engel wären« gibt Heinz Rühmann einmal mehr Gelegenheit, seine komödiantischen Talente zu zeigen.
Der jungverheiratete Christian Kempenich (Heinz Rühmann) gerät in Köln in den Trubel des Nachtlebens. An der Seite einer Unbekannten erwacht er in einem Hotelzimmer. Er flüchtet, doch der Vorfall verfolgt ihn in sein kleines Moselstädtchen. Kempenich sucht Rat beim Gesanglehrer seiner Frau, Maestro Falotti (Harald Paulsen). Doch auch der hat etwas zu verbergen: In Kempenichs Abwesenheit stellte er dessen Frau Hedwig (Leny Marenbach) nach, allerdings ohne Erfolg. Obwohl nun eigentlich gar nichts passiert ist, finden die Eheleute nicht zum klärenden Gespräch. Erst der gewitzte Amtsrichter (Paul Mederow) kann das Durcheinander entwirren.
»Wenn wir alle Engel wären« ist eine der gelungensten deutschen Lustspielproduktionen der 30er Jahre. Autor Heinrich Spoerl konstruiert einen kunstvollen Mikrokosmos, der frei ist von allen »großen« Problemen.
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