Wahrig Herkunftswörterbuch
Minister
Auch wenn man das heute nicht mehr vermutet, so ist der Minister dem Wortsinne nach „der Geringste“. Die ursprüngliche Bedeutung „Untergebener, Diener, Helfer“ ist noch in dem Wort Ministrant „katholischer Messdiener“ erkennbar. Entstanden ist das Wort aus dem Komparativ von
lat.
parvus, minus „kleiner, geringer“, und dem alten Komparativsuffix –ter. In der Politik verstand man unter einem Minister zunächst den „Helfer“ des Regierungschefs, das lat. ministerium übersetzte man als „Dienst(leistung), Amt, Geschäft“. Erst im 17. Jh. wurde der Minister zum Ressortleiter: Anfangs war der Territorialminister für sämtliche Ressorts in einem Land(esteil) zuständig, später entstand das System der für Einzelbereiche verantwortlichen Fachminister. Ein Ministerialer (zu lat. ministerialis „den Dienst betreffend“) war ursprünglich ein unfreier Dienstmann, den die fränkischen Könige zu Diensten heranzogen und oft mit Dienstgütern entlohnten. Der Aufstieg der Ministerialen bis in den niederen Adel begann im 11. Jh., bis ins 19. Jh. hielten sie sich im Dienst der Landesherren.
Wissenschaft
Umweltfreundliches Ammoniak aus Abwasser
Die industrielle Herstellung von Ammoniak benötigt bislang viel Energie und ist für hohe CO2-Emissionen verantwortlich. Eine Studie zeigt nun eine Alternative auf: Mit Hilfe eines elektrochemischen Ansatzes ist es Forschenden gelungen, Ammoniak aus nitratbelastetem Abwasser zu gewinnen. Dabei kommt ein Dreikammer-System zum...
Wissenschaft
Totgeglaubte leben länger
Wenn sich ein Stern wie die Sonne zu einem Roten Riesen aufbläht, verschlingt er seine nahen Planeten. Nun haben Astronomen jedoch Trabanten nach diesem Endstadium entdeckt. von THOMAS BÜHRKE In rund 7,5 Milliarden Jahren hat die Sonne den Wasserstoff-Vorrat in ihrem Zentralbereich aufgebraucht. Dann schrumpft der Kern, bis...