Lexikon
Hiroshima – mon amour
- Deutscher Titel: Hiroshima – mon amour
- Original-Titel: HIROSHIMA – MON AMOUR
- Land: Frankreich
- Jahr: 1959
- Regie: Alain Resnais
- Drehbuch: Marguerite Duras
- Kamera: Sacha Vierny, Takahashi Michio
- Schauspieler: Emmanuelle Riva, Eiji Okada, Pierre Barbaud, Stella Dassas
Eine französische Schauspielerin
(Emmanuelle Riva) hält sich zu Dreharbeiten für einen Antikriegsfilm
in Hiroshima auf. Kurz vor Beendigung des Films trifft sie einen japanischen
Architekten (Eiji Okada); die beiden verlieben sich ineinander. Sie wissen,
dass sie keine gemeinsame Zukunft haben werden. Die Schauspielerin wird durch
das Liebesverhältnis an ihren ersten Geliebten, einen deutschen Besatzungssoldaten
in ihrer Heimatstadt Nervers, erinnert. Vor ihren Augen wurde der Mann am
Tag der Befreiung erschossen. Die Eltern der Frau versteckten sie wegen der
vermeintlich schändlichen Liebschaft im Keller. Diesen tragischen Ausgang
ihrer Liebe hat sie bis heute nicht verwunden. Sie verabschiedet sich von
ihrem japanischen Geliebten damit, dass sie ihn vergessen werde.
Resnais’ Spielfilmdebüt ist formal bemerkenswert
gestaltet. Es gelingt ihm, durch die Verbindung von Ton, Bild, Schnitt mit
immer wieder wechselnden Zeitebenen das subjektive Erleben und Erinnern der
Heldin zu vermitteln, ohne auf kommentierende Sätze zurückgreifen
zu müssen.
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