Lexikon
Iwan der Schreckliche
- Deutscher Titel: Iwan der Schreckliche
- Original-Titel: IWAN GROSNY
- Land: UdSSR
- Jahr: 1945
- Regie: Sergej M. Eisenstein
- Drehbuch: Sergej M. Eisenstein , B. Sweschnikow, L. Indenbom
- Kamera: Andrej Moskwin, Eduard Tissé
- Schauspieler: Nikolai Tscherkassow, Serafima Birman, Pawel Kadotschnikow
Im Januar 1945 stellt Sergej M. Eisenstein in Moskau Teil 1 seiner geplanten Trilogie »Iwan der Schreckliche« vor und erhält den Stalin-Preis. Die Trilogie bleibt aus politischen Gründen unvollendet. Eisenstein stirbt 1948, ohne sein Vorhaben verwirklicht zu haben.
Die Film-Biografie erzählt das Leben des russischen Zaren Iwan IV. (1530–1584) von dessen Krönung 1547 bis zum Livländischen Krieg 1558–1582. Er begründet das große russische Reich und leitet den Zentralisierungsprozess gegen den Widerstand von Adel und Kirche ein. Der erste Teil endet mit der Vergiftung von Iwans Frau Anastasia. Der zweite Teil behandelt Iwans Kampf gegen innere und äußere Feinde und zeichnet das Bild des »schrecklichen Zaren«.
Eisensteins Werk prägen expressionistische Bilder und eine üppige Ausstattung. Im zweiten Teil setzt er erstmals Farbe ein. Die Farbgebung ist so stark verfremdet, dass eine unwirklich bedrohliche Atmosphäre entsteht.
Am 4. September 1946 verbietet das Zentralkomitee der KPdSU den zweiten Teil des Films, weil er Iwan als brutalen Despoten charakterisiert. Stalin befürchtet, dass die Zuschauer Parallelen zwischen dem Terror des Zaren und den stalinistischen Blutbädern ziehen. Erst 1958 wird der Film aufgeführt.
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