Lexikon
Kaskạdenschaltung
Hintereinanderschaltung gleichartiger elektrischer Geräte zur Vervielfachung der Einzelleistung; z. B. Kaskadenschaltung von Transformatoren, wobei ein Transformator seine (hohe) Sekundärspannung an einen zweiten und dieser sie eventuell an einen dritten liefert; in Prüfschaltungen verwendet.
Speziell in der Hochenergiephysik wird als elektrische Gleichrichterschaltung eine Kaskadenschaltung benutzt, bei der mehrere Gleichrichterröhren und Kondensatoren hintereinander geschaltet werden; hierdurch wird die Wechselspannung gleichgerichtet und gleichzeitig vervielfacht. Diese Schaltung, Greinacher-Schaltung, wurde 1921 von dem Schweizer Physiker H. Greinacher (* 1880, † 1974) angegeben. Sie ist die Grundlage der Greinacher-Kaskadengeneratoren. Diese Geräte wurden für Spannungen bis zu 3 Mio. Volt gebaut und dienten als Vorschaltgerät von Teilchenbeschleunigern; sie wurden später z. B. durch Zyklotrone ersetzt.
Wissenschaft
Doch keine neue Erdepoche
Der Mensch ist die einflussreichste Art des Planeten und verändert ihn auf eine noch nie dagewesene Weise. Viele sehen darin den Beginn einer neuen Erdepoche – das Anthropozän. Doch die Geologen, die es ausrufen könnten, lehnen ab. Eine Analyse. Von Juliette Irmer Rund 15 Jahre haben Wissenschaftler darüber debattiert, ob die...
Wissenschaft
Wärme aus der Tiefe
Mit der Geothermie ließe sich ein großer Teil der aktuellen Energieprobleme lösen. Doch bislang wird die Wärmequelle im Untergrund kaum genutzt. Was sind die Gründe? von HARTMUT NETZ Die Freude war groß am 27. September 2004, als am Bohrplatz von Unterhaching aus 3346 Meter Tiefe eine 122 Grad Celsius heiße Wasserfontäne in die...