Lexikon

Kirsch

Kirsch, Sarah
Sarah Kirsch
Sarah, deutsche Schriftstellerin, * 16. 4. 1935 Limlingerode/Harz,  5. 5. 2013 Heide; 19581968 verheiratet mit Rainer Kirsch; seit 1965 freie Schriftstellerin; lebte seit ihrem Ausschluss aus der SED (1976) zunächst in Berlin (West), seit 1983 in Schleswig-Holstein. Kirsch schrieb vor allem Natur- und Liebesgedichte, in denen sie individuelle Erfahrungen in farb- und klangreiche Stimmungsbilder umsetzte, später auch sozialkritische Reportagen, Hörspiele und Erzählungen: „Es war dieser merkwürdige Sommer“ 1974; „Rückenwind“ 1977; „Landaufenthalt“ 1979; „Erdreich“ 1982; „Katzenleben“ 1984; „Schneewärme“ 1989; „Erlkönigs Tochter“ 1992; „Bodenlos“ 1996. Auch in ihrer Prosa artikulierte sie weibliche Erfahrungen, so mit dokumentarischen Mitteln in „Die Pantherfrau. Fünf unfrisierte Erzählungen aus dem Kassetten-Recorder“ (1973). Viele ihrer Prosawerke haben Tagebuchform („Allerlei-Rauh. Eine Chronik“, 1988; „Das simple Leben“, 1994: „Islandhoch. Tagebuchbruchstücke“, 2002; „Regenkatze“, 2007; „Märzveilchen“, 2012). Erhielt den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur 1985; Georg-Büchner-Preis 1996.
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