Lexikon
Konfuzianịsmus
Die konfuzianische Philosophie
Konfuzius lebte in einer Zeit politischer Umbrüche und Unruhen. Das aus vielen unabhängigen Teilstaaten bestehende China war feudalistisch orientiert und besaß keine offizielle Religion. Den politisch und gesellschaftlich instabilen Verhältnissen stellte Konfuzius eine konservative Staats- und Sittenlehre gegenüber, die ihre Ideale aus den traditionellen Werten der Vergangenheit schöpfte. Übergeordnetes Ziel zur Überwindung der Krise war das Streben nach individueller und kollektiver Harmonie sowie nach moralischer Vervollkommnung jedes Einzelnen. Hierzu stellte die konfuzianische Philosophie Kardinaltugenden auf: Menschlichkeit, Schicklichkeit, Rechtschaffenheit, Weisheit und Treue. Diese Pflichten sollen sich in den fünf grundlegenden zwischenmenschlichen Beziehungen verwirklichen: dem Gehorsam und der Achtung der Kinder gegenüber ihren Eltern, der Untergebenen gegenüber den Herrschern sowie zwischen Geschwistern, Gatten und Freunden. In allen konfuzianisch geprägten Gesellschaften bestimmen diese Tugenden bis in die Gegenwart die traditionell und hierarchisch geprägte Gesellschaftsordnung und kulturelle Mentalität.
- Einleitung
- Leben und Schriften des Konfuzius
- Die konfuzianische Philosophie
- Entwicklung des Konfuzianismus
Wissenschaft
Ein neues Meer im Sonnensystem
Unter dem Eis des Saturntrabanten Mimas verbirgt sich ein bislang unbekanntes Gewässer. Der Ozean des Nachbarmonds Enceladus beherbergt sogar die chemischen Zutaten für Leben. von THORSTEN DAMBECK Acht Jahre nach seiner Entdeckung des Uranus wurde William Herschel 1789 wieder fündig, diesmal bei Saturn: „Wann immer es das Wetter...
Wissenschaft
Ganz schön bizarr
Schon die vorletzte Folge dieser Kolumne ging von dem allzu gerne bemühten Allgemeinplatz aus, dass in der Wissenschaft jedes Ergebnis die Tür zu neuen Fragen öffnet. Diese Folge tut es wieder, startet von dort aus aber in eine andere Richtung. Denn so einleuchtend diese Feststellung auch sein mag, so sollte zugleich umgekehrt...