Lexikon
Konfuzianịsmus
Leben und Schriften des Konfuzius
Über das Leben des chinesischen Staatsmannes und Philosophen Konfuzius ist wenig bekannt. Er wurde 551 v. Chr. im Staat Lu (in der heutigen Provinz Shandong) geboren und entstammte vermutlich dem niederen Adel. Er bekleidete schon in jüngeren Jahren untergeordnete Verwaltungsämter, verlor diese aber und zog daraufhin jahrelang durch die Teilstaaten des damaligen China, um an den verschiedenen Fürstenhöfen als Ratgeber in politischen und rituellen Fragen tätig zu sein. Seine Wanderjahre, in denen er Schüler um sich sammelte, waren die Hauptzeit seiner Lehrtätigkeit. Nach seiner Rückkehr nach Lu gründete Konfuzius eine Schule, in der er seine aus dem Studium alter Überlieferungen gewonnenen Lehren und Einsichten vermittelte. Konfuzius starb 479 v. Chr.
Seine Lehren wurden von seinen Nachfolgern über mehrere Generationen hinweg (wahrscheinlich zwischen dem 5. und 3. Jahrhundert v. Chr) im „Buch der Gespräche“ (Lunyu) niedergelegt. Konfuzius sammelte und bewahrte die ältesten Schriftzeugnisse seines Kulturkreises. So entstanden die fünf kanonischen Bücher, die „Klassiker“ des Konfuzianismus, die ganz oder in Teilen auf die Herausgebertätigkeit des Konfuzius zurückzuführen sind: Das „Buch der Wandlungen“ (Yi Jing), das „Buch der Lieder“ (Shi Jing), das „Buch der Urkunden“ (Shu Jing), das „Buch der Riten“ (Li Ji) und das Annalenbuch Chunqiu, das die Geschichte des Staates Lu von 722 bis 481 v. Chr. umfasst.
- Einleitung
- Leben und Schriften des Konfuzius
- Die konfuzianische Philosophie
- Entwicklung des Konfuzianismus
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