Lexikon

Kyoto

Kioto, früher Mijako; Miyako
japanische Präfekturhauptstadt im südlichen Honshu, 1,45 Mio. Einwohner; kaiserliche Universität (1897), altes Kulturzentrum, Krönungsstadt Japans, buddhistischer Mittelpunkt, Kongressstadt; Kunstgewerbe, Textil-, Metall-, Elektro-, feinmechanische, chemische und Glasindustrie, berühmte Seidenweberei; Fremdenverkehr.
794 wurde Kyoto als Heiankyo zur Hauptstadt des japanischen Reiches erhoben. Bis 1868 blieb sie Sitz der Regierung und Mittelpunkt des kulturellen und religiösen Lebens in Japan. Sie beherbergt in harmonischem Nebeneinander fast 1000 buddhistische Klöster, Shinto-Schreine, Tempelanlagen und Paläste mit berühmten Landschaftsgärten (Weltkulturerbe seit 1994). Zu den kostbaren Sehenswürdigkeiten Kyotos gehören der „Goldene Pavillon“ (Kinkakuji-Tempel, 14. Jahrhundert, 1950 abgebrannt, wieder aufgebaut), der Daitokuji-Tempel (17. Jahrhundert) sowie der Shimogamo-Schrein, der Koryuji-Tempel, das Shintoheiligtum Heian, der Nijo-Palast, der Honkojuji- und der Honganji-Tempel, der Yasaka-Schrein u. a. Die kaiserliche Villa Katsura, eine ausgedehnte Palastanlage aus dem 17. Jahrhundert mit malerischen Parks, Teichen und Wäldern, gilt als typisches Beispiel japanischer Architektur. Kyoto blieb im 2. Weltkrieg unzerstört.
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Kyoto: Ryoanji-Kloster
Steingarten im Ryoanji-Kloster, Kyoto
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