Lexikon
Mann, Thomas: Unordnung und frühes Leid
- Erscheinungsjahr: 1926
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Unordnung und frühes Leid
- Genre: Erzählung
Nach dem Abdruck in der Zeitschrift »Die neue Rundschau« 1925 erscheint bei Fischer in Berlin die Novelle »Unordnung und frühes Leid« von Thomas Mann (* 1875, † 1955), eines jener Werke aus der Zeit nach dem Weltkrieg, als Mann vorübergehend eine Wende vom konservativen politischen Engagement (»Betrachtungen eines Unpolitischen«, 1918) zum privaten, fast idyllischen Erzählen vollzieht. Geschildert werden die geistigen und sozialen Auswirkungen der Inflationszeit auf die Familie des Geschichtsprofessors Abel Cornelius, der die Umwälzungen in der Gesellschaft als »gesetzlos, unzusammenhängend und frech«, als »Unordnung« begreift. Sein fünfjähriges Töchterchen Lorchen verliebt sich auf einem Jazz-Tanzfest, das die Kinder in der elterlichen Villa veranstalten, in einen Studenten, der zum Spaß mit ihr getanzt hat, und ist todunglücklich, als sie ins Bett muss (»frühes Leid«).
Wissenschaft
Zweierlei Maß
Vom griechischen Philosophen Protagoras stammt der Satz „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“. Was er damit meinte: Alle Dinge in der Welt sind immer nur so, wie sie dem Menschen erscheinen. Oder anders ausgedrückt: Der Mensch kann nicht heraus aus seiner Haut – und stellt sich daher stets selbst ins Zentrum seiner Bewertungen....
Wissenschaft
Minutenschnell geladen
Das langwierige Laden der Batterie ist ein Grund, warum viele Menschen vor dem Kauf eines Elektroautos zurückschrecken. Doch es geht auch schneller, wie eine Technik aus dem deutschen Südwesten zeigt. von RALF BUTSCHER Wenn die meisten Automobile künftig nicht mehr von einem Verbrennungsmotor, sondern elektrisch angetrieben...