Wissensbibliothek
Woher stammt die Apfelsine?
Aus China. Schon der botanische Name der Apfelsine, Citrus sinensis, verrät ihre Herkunft. In China war die Orange schon vor Tausenden von Jahren bekannt, gelangte aber erst im 14. Jahrhundert nach Indien. Im Gepäck portugiesischer Kaufleute kam sie Anfang des 18. Jahrhunderts nach Portugal, von wo aus sie ihren Siegeszug rund um die Erde antrat. Heute kennt man über 400 verschiedene Sorten. Den größten Anteil an der Weltproduktion haben die Navel-Orangen – große, süße und kernfreie Früchte mit einem köstlichen Aroma. Erkennen kann man Navel-Orangen an den kleinen Sekundärfrüchten, die in das Fruchtfleisch eingebettet sind. Ebenfalls beliebt sind die großen Jaffa-Orangen und die spät reifenden Valencia-Apfelsinen. Ein erheblicher Teil der Apfelsinenernte wird zu Saft verarbeitet. Bei diesem Prozess wird auch das in den Schalen enthaltene Öl gewonnen, das bei der Herstellung von Parfüm, Lebensmitteln, Getränken und Reinigungsmitteln als Aromastoff zum Einsatz kommt. Außer Vitaminen enthalten Orangen auch wertvolles Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Eisen.
Übrigens: Blutorangen erhalten ihre charakteristische Farbe durch rote Anthocyane, die sich im Zellsaft der Früchte bilden, wenn sie tiefen Nachttemperaturen ausgesetzt sind. Sie haben einen herberen und intensiveren Geschmack als die »Blondorangen«.
Goldfischer vom Zürichsee
Mit Proteinen aus Molke lässt sich Gold aufsammeln – etwa um das Edelmetall aus Elektroschrott herauszuholen. Schweizer Wissenschaftler haben die Technik dafür entwickelt. von CHRISTIAN BERNHART Es sieht aus wie ein Knäuel frisch geschorener Schafwolle, was auf Raffaele Mezzengas Arbeitstisch liegt. Tatsächlich besteht der Knäuel...
Ein Hügel für Attila?
Um den 30 Meter hohen Schlossberg von Udine ranken sich Legenden. Natürlich entstanden oder von Menschen gemacht, das war die Frage. Bis vor Kurzem. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Als Attila im Jahr 452 den Norden Italiens heimsuchte, ließ er die Stadt Aquileia niederbrennen. Damit der als „Geißel Gottes“ gefürchtete Hunnenkönig den...