Lexikon
Membrạn
Biologie
im weiteren Sinn ein dünnes Häutchen wie z. B. das Trommelfell oder die Nickhaut von Raubtieren oder Vögeln (Membrana nictitans). Im engeren Sinn die Zellmembran (Elementarmembran), die als 5–10 nm dicke Grenzschicht zwischen der Zelle und dem Außenmedium oder zwischen verschiedenen Zellbereichen fungiert. Durch ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften wirken sie als osmotische Barrieren, sorgen für einen selektiven und z. T. gerichteten Stoffdurchtritt und geben der Zelle eine gewisse mechanische Stabilität. Nach dem heute gültigen Membranmodell, dem sog. Flüssig-Mosaik-Modell, besteht die Zellmembran aus zwei Phospholipidschichten, die ihre Wasser abstoßenden Pole einander zukehren, während die Wasser anziehenden Lipidmoleküle nach außen gerichtet sind. In diese flüssige Phospholipid-Doppelschicht sind verschiedene Proteine mosaikartig eingelagert. Die Membranen sind keine starren Gebilde, sondern die in der Phospholipidschicht schwimmenden Proteine sind darin beweglich. So werden Membranen nach Bedarf auf-, um- und abgebaut wie z. B. bei der Öffnung von pulsierenden Vakuolen oder bei der Entleerung von Golgi-Vesikeln (Golgi-Apparat). An Membranen gebundene Enzyme spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel.
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