Lexikon
Montenẹgro
Die Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert
1852 wurde Montenegro weltliches Fürstentum; Nikita I. (Nikola) erhielt auf dem Berliner Kongress 1878 die Unabhängigkeit bestätigt und nahm 1910 den Königstitel an. 1918 wurde Montenegro Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, des späteren Jugoslawiens. Im 2. Weltkrieg besetzten italienische und deutsche Truppen Montenegro, das nach Kriegsende Teilrepublik der jugoslawischen Volksrepublik wurde.
Montenegro und Serbien proklamierten 1992 die neue Bundesrepublik Jugoslawien. Seit 1996/97 versuchte sich Montenegro immer stärker von Serbien abzusetzen. Die montenegrinische Führung mit Milo Djukanović (DPS), der 2003 Ministerpräsident wurde, ging dabei auf Konfrontationskurs zur Belgrader Regierung. Schließlich einigten sich Serbien und Montenegro unter Vermittlung der EU auf eine Neuordnung ihrer Beziehungen. 2003 erfolgte die Umwandlung der Bundesrepublik Jugoslawien in die Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro. Im selben Jahr wurde Filip Vujanović zum Präsidenten Montenegros gewählt.
Am 21. 5. 2006 sprach sich die montenegrinische Bevölkerung in einem Referendum für die Unabhängigkeit des Landes aus, die vom montenegrinischen Parlament am 3. 6. 2006 proklamiert wurde. Die von SDP und DPS getragene Regierungskoalition wurde bei Wahlen im selben Jahr bestätigt. Danach erklärte Ministerpräsident Djukanović überraschend seinen Verzicht auf das Amt des Regierungschefs. Nachfolger wurde Zeljko Sturanović (DPS). 2007 trat eine neue Verfassung in Kraft. Sturanović musste das Amt des Ministerpräsidenten aus Gesundheitsgründen 2008 aufgeben. Erneut übernahm Djukanović die Führung des Kabinetts. Filip Vujanović wurde bei den Präsidentschaftswahlen im selben Jahr von der Bevölkerung im Amt bestätigt. Im Januar 2009 löste sich das Parlament auf, um vorgezogene Neuwahlen zu ermöglichen. Bei diesen Wahlen im März 2009 konnte das Bündnis Koalition für ein europäisches Montenegro um Ministerpräsident Djukanović einen deutlichen Sieg erringen. Im Dezember 2009 wurde Montenegro offiziell zum NATO-Beitrittskandidaten erklärt, im Dezember 2010 auch zum EU-Beitrittskandidaten. Wenige Tage später trat Djukanović von seinem Amt zurück. Neuer Regierungschef wurde der bisherige Finanzminister I. Lukšić (DPS). Am 29. 6. 2012 begannen die Verhandlungen über den EU-Beitritt. Die von der DPS geführte Koalition für ein europäisches Montenegro gewann die Parlamentswahlen im Oktober 2012. Djukanović wurde im Dezember erneut Ministerpräsident.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Mittelalter und Frühe Neuzeit
- Die Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert
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