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LEXIKON

Mr. Deeds geht in die Stadt

  • Deutscher Titel: Mr. Deeds geht in die Stadt
  • Original-Titel: MR. DEEDS GOES TO TOWN
  • Land: USA
  • Jahr: 1936
  • Regie: Frank Capra
  • Drehbuch: Robert Riskin, nach einer Erzählung von Clarence B. Kelland
  • Kamera: Joseph Walker
  • Schauspieler: Gary Cooper, Jean Arthur, George Bancroft, John Wray
Die Diskrepanz zwischen ländlichem und städtischem Amerika und den Sieg eines bauernschlauen Hinterwäldlers über die Großstadtmenschen zeigt Frank Capra in »Mr. Deeds geht in die Stadt«. Longfellow Deeds (Gary Cooper) erbt 20 Mio. Dollar. Aber um die Erbschaft antreten zu können, muss er seine Kleinstadt verlassen und sich in den Moloch New York begeben. Dort lernt er Babe Bennett (Jean Arthur) kennen und lieben. Er ahnt nicht, dass sie es ist, die ihn in den Zeitungen als »Aschenputtel-Mann« verhöhnt. Als der kauzige Deeds beginnt, sein Geld an Not Leidende schwarze Landarbeiter zu verteilen, versucht man, ihm in einem Prozess sein Erbe streitig zu machen. Dies misslingt, letztlich auch deshalb, weil Babe sich zu Deeds bekennt. Durch sie ermuntert, erklärt Deeds in einer Art »Verteidigung« vor Gericht, warum er das Geld verschenken will.
In seinem bei Publikum und Kritik erfolgreichen Film vertritt Regisseur Frank Capra sein politisches Credo, dass die Guten und Edlen letztendlich siegen, und das wahre Herz Amerikas nicht in Washington und New York, sondern in der Provinz schlägt. Capra attackiert in dem Film auch jene Haltung in der Gesellschaft, die soziales Engagement und Hilfsbereitschaft als bloße Dummheit interpretiert.
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