Wissensbibliothek

Welcher Stoff macht den Eisenhut hochgiftig?

Unter anderem das Alkaloid Aconitin, das in allen Teilen der Pflanze enthalten ist. Schon die Einnahme geringer Mengen kann für Kinder tödlich enden. Die Symptome sind Bauchkoliken und schweres Erbrechen, Sehstörungen und Muskellähmungen, Herzrhythmusstörungen und Atemlähmung. Da das Gift auch über die Haut aufgenommen werden kann, sind Kinder sogar dann gefährdet, wenn sie nur mit den Blüten oder Blättern spielen.

Die Giftigkeit des Eisenhuts (Aconitum napellus) ist seit dem Altertum bekannt, wo er nicht nur als Jagdgift, sondern auch als Mordgift zum Einsatz kam. In der Antike spielte er ähnlich wie der Schierling als Giftpflanze eine Rolle. Im Mittelalter war die Pflanze Bestandteil vieler sog. Hexensalben. Heute werden Eisenhutpräparate unter dem Namen »Aconitum«, »Tubera aconiti« und »Radix aconiti« in der Homöopathie verwendet, um Rheuma, Gicht und Neuralgien zu lindern.

CO2-Messung im Südpolarmeer
Wissenschaft

Südlicher Ozean nimmt mehr CO2 auf als gedacht

Der Ozean um die Antarktis ist eine wichtige Senke für Kohlendioxid. Neue Messungen zeigen nun, dass er wahrscheinlich sogar noch größere Mengen des Treibhausgases speichert als bisher angenommen. Während frühere Angaben üblicherweise auf indirekten Schätzungen beruhten, haben Forschende nun den CO2-Austausch zwischen Luft und...

Wissenschaft

Riff-bildende Teamarbeit schon vor Urzeiten

Das Erfolgsgeheimnis der Riff-Baumeister im Visier: Wie lange es die faszinierende Austauschbeziehung zwischen Korallen-Nesseltieren und Algen schon gibt, beleuchtet nun eine Studie. Analysen von fossilen Korallen aus Deutschland belegen, dass einige Arten bereits vor 400 Millionen Jahren in Symbiose mit Fotosynthese-betreibenden...

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