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LEXIKON

OHara

Maureen, eigentlich Maureen Fitzsimons, irische Schauspielerin, * 17. 8. 1920 Millwall; war in den 1930er Jahren eine vielbeschäftigte Theaterdarstellerin, vor allem in Shakespeare-Stücken; spielte ab 1938 in Filmen hauptsächlich willensstarke und temperamentvolle Frauen; Filme: „Der Glöckner von Notre Dame“ 1939; „Schlagende Wetter“ 1941; „Rio Grande“ 1950; „Unser Mann in Havanna“ 1959; „Big Jake“ 1971; „Mama, ich und wir zwei“ 1990.
O'Hara, Maureen
Maureen O'Hara
  • Deutscher Titel: Der Glöckner von Notre Dame
  • Original-Titel: THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME
  • Land: USA
  • Jahr: 1939
  • Regie: William Dieterle
  • Drehbuch: Sonya Levien, Bruno Frank
  • Kamera: Joseph H. August
  • Schauspieler: Charles Laughton, Maureen O„Hara, Cedric Hardwicke, Thomas Mitchell
Charles Laughton spielt den missgestalteten Quasimodo in William Dieterles Hugo-Verfilmung »Der Glöckner von Notre Dame«.
Der Glöckner Quasimodo ist seinem Herrn, dem Erzdiakon Frollo von Notre Dame, treu ergeben. Als Frollo aber aus Hexenwahn und enttäuschter Zuneigung das Zigeunermädchen Esmeralda (Maureen O„Hara) auf den Scheiterhaufen bringt, rächt Quasimodo das Mädchen, das bei ihm Zuflucht gefunden hatte, und tötet Frollo.
In eindringlichen Bildern, die an die Kammerspiel-Atmosphäre in deutschen Stummfilmen erinnern, und stimmig eingefangenem Zeitkolorit schafft Dieterle ein Meisterwerk, das die frühere Fassung von Wallace Worsley (1923) und die nachfolgende Verfilmung von Jean Delannoy (1956) überragt. Unvergessen bleibt Charles Laughton, der bei aller Hässlichkeit viel menschliche Wärme ausstrahlt.
  • Deutscher Titel: Schlagende Wetter
  • Original-Titel: HOW GREEN WAS MY VALLEY
  • Land: USA
  • Jahr: 1941
  • Regie: John Ford
  • Drehbuch: Philip Dunne, nach einem Roman von Richard Llewellyn
  • Kamera: Arthur Miller
  • Schauspieler: Walter Pidgeon, Maureen O„Hara, Donald Crisp, Roddy McDowell
  • Auszeichnungen: Oscars 1942 für Film, Regie, Nebendarsteller (Donald Crisp), Schwarzweiß-Kamera, Schwarzweiß-Ausstattung
Der preisgekrönte Film von John Ford folgt dem gleichnamigen Roman des walisischen Schriftstellers Richard Llewellyn: Die Bewohner eines beschaulichen Tals in Wales um 1880 sehen ihr ruhiges Leben bedroht, als umfangreiche Kohlevorkommen in ihrer Heimat entdeckt werden. Die groß angelegte Erschließung der Bodenschätze beginnt nach massiver Intervention der Grubenbesitzer. Anhand des Schicksals einer Bergarbeiterfamilie illustriert John Ford die Konflikte von Menschen, die in der Epoche einer Zeitenwende stehen. Die Industrialisierung verändert das Leben der ländlichen Bewohner nachhaltig, aber sie müssen sich mit dem Wandel arrangieren.
Obwohl Fords Arbeit mit fünf Oscars prämiert wird, kann er nach Meinung vieler Kritiker nicht an die Qualität von »Früchte des Zorns« (1940) anknüpfen. Der Film lässt zugunsten sentimentaler Züge die von John Ford gewohnte Klarheit vermissen.
  • Deutscher Titel: Rio
    Gran
    de
  • Original-Titel: RIO GRANDE
  • Land: USA
  • Jahr: 1950
  • Regie: John Ford
  • Drehbuch: James Kevin McGuinness
  • Kamera: Bert Glennon, Archie Stout
  • Schauspieler: John Wayne, Maureen O„Hara
John Wayne stellt den Kavallerieoffizier Kirby Yorke dar, der in einem texanischen Fort lebt. Yorke hat militärische Probleme mit Indianern, die immer wieder das Fort überfallen und sich dann hinter den Rio
Gran
de zurückziehen, wo sie unangreifbar sind. Es ergeben sich zusätzlich familiäre Konflikte, als sein Sohn Rekrut in seiner Einheit wird und Yorkes Ehefrau unerwartet im Fort auftaucht. Durch seinen soldatischen Starrsinn schafft es Yorke fast, seine Familie zu zerstören. Zu guter Letzt jedoch versöhnt sich die Familie. Zum familiären Happyend kommt auch das militärische: Die Indianer werden besiegt.
Der letzte Teil von John Fords Kavallerie-Trilogie (nach »Bis zum letzten Mann«, 1948, und »Der Teufelshauptmann«, 1949, ist weniger stimmig als die ersten beiden Teile. Ford neigt zu einer für ihn ungewöhnlichen Oberflächlichkeit und Effekthascherei, z.B. durch die Auftritte der Vokalgruppe »Sons of the Pioneers«.
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