Lexikon

rganum

[das; Plural Organa; griechisch + lateinisch]
die seit dem 9. Jahrhundert dokumentierte älteste Form europäischer Mehrstimmigkeit. Ursprünglich improvisiert, wurde die Organumpraxis später in zahlreichen Handschriften niedergelegt (z. B. Musica Enchiriadis, um 800; Winchester Tropar, um 1050). In ihrer einfachsten Form liegt unter der vox principalis (der oberen Stimme, meist einem gregorianischen Choral) die vox organalis als Bordun oder der Melodie im Abstand einer Quarte folgend. Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelten insbesondere Leonin(us) und Perotin(us) von der Notre-Dame-Schule
Modalnotation
Modalnotation
Dreistimmiges Organum (»Descendit in celis«) in Modalnotation aus dem 13. Jahrhundert. Wolfenbüttel, Herzog-August-Bibliothek
zwei-, drei- und vierstimmige Organa mit festen Regeln für die Stimmführung sowie formale Bildungen (Klauseln). In dieser neuen Praxis liegt die vox principalis in der Unterstimme mit langen Notenwerten, während die Oberstimmen im gleichen bewegten Rhythmus Melismen bringen (sog. schweifendes Organum). Vereinzelt hat sich das Organum bis ins 15. Jahrhundert hinein gehalten.
Wissenschaft

Der steinige Weg ins E-Zeitalter

In einem Punkt sind sich die Forscher weitgehend einig: Irgendwann werden die meisten Autos elektrisch unterwegs sein. Doch zunächst sind noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen. von RALF BUTSCHER Der 29. Januar 1886 gilt als der Geburtstag des Automobils. Denn an diesem Tag meldete Carl Benz das von ihm in seiner Werkstatt in...

DNA
Wissenschaft

DNA statt DVD

Die DNA, der Träger der Erbinformation, lässt sich als Speichermedium nutzen. Inzwischen ist es Forschern gelungen, mit der Technik Texte, Bilder, Filme und Tondokumente zu archivieren. von Michael Vogel Filme, Musik, medizinische Aufnahmen oder Dokumente und Ergebnisse wissenschaftlicher Experimente: Überall fallen riesige...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon