Lexikon

Ozn

[
das; griechisch
]
Ozon
Ozon
Ozonchemie in Stratosphäre/Troposphäre
Ozon
Ozon
Molekül-/Elektronenstruktur (VB-Darstellung)
unbeständige, gasförmige Verbindung aus 3 Sauerstoffatomen, O3. Ozon ist ein starkes Oxidationsmittel. Es hat einen typischen stechend-scharfen Geruch und ist giftig. Schon geringe Konzentrationen bewirken eine Reizung der Augen und der Schleimhäute sowie eine Verschlechterung der Lungenfunktion. Es kann zu Atembeschwerden, Bronchitis, Kopf- und Brustschmerzen kommen. Auch Pflanzen werden durch Ozon geschädigt. Ozon entsteht u. a. in den höheren Luftschichten, der Stratosphäre (Ozonschicht), wo energiereiche Sonnenstrahlung Sauerstoffmoleküle in zwei einzelne Atome spaltet, die sich jeweils mit einem weiteren Sauerstoffmolekül zu Ozon vereinigen. Hier erfüllt das Ozon eine wichtige Funktion, indem es die für das Leben schädlichen energiereichen UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht abfängt. Es gelangt nur in Spuren durch atmosphärische Transportvorgänge in erdnahe Schichten. Allerdings kann es auch in Erdnähe zu einer erhöhten Ozonkonzentration kommen, wenn starke Sonneneinstrahlung auf hohe Abgaskonzentrationen trifft. Hierin enthaltenes Stickstoffdioxid (NO2) zerfällt durch die UV-Strahlung der Sonne in Stickstoffmonoxid (NO) und atomaren Sauerstoff (O), der sich mit dem Sauerstoff der Atmosphäre zu Ozon vereinigt. Bei zu hohen Ozonwerten wird wegen möglicher gesundheitsgefährdender Wirkungen vor körperlichen Aktivitäten im Freien gewarnt. Bei Überschreiten eines Grenzwertes (Ozonalarm) können Geschwindigkeitsbegrenzungen für Kraftfahrzeuge, in manchen Ländern sogar ein Fahrverbot angeordnet werden. Verwendung findet Ozon als Oxidations- und Bleichmittel sowie zur Desinfektion, z. B. von Trinkwasser. Ozonloch.
Verhaltensökologen der Universität Kopenhagen vergleichen das Klicken von zwei Kabeljau-Beständen. Dazu haben sie die Fische in einem großen Becken mit fest installierten Unterwassermikrofonen zusammengebracht. © Jeppe Have Rasmussen, Universität Kopenhagen
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