Lexikon
Pạpua-Neuguinea
[
-giˈne:a
]Unabhängigkeit und innere Krisen
1975 wurde das Land in die Unabhängigkeit entlassen. Michael Somare bestimmte als Premierminister (1975–1980 und 1982–1985) zunächst die politische Entwicklung. Der junge Staat wurde immer wieder von ethnischen Konflikten, sozialen Unruhen und separatistischen Bestrebungen erschüttert. Auf der Insel Bougainville eskalierten die Auseinandersetzungen und weiteten sich ab 1988 zu einem blutigen Konflikt zwischen der sezessionistischen Revolutionsbewegung Bougainville Revolutionary Army (BRA) und der Zentralregierung aus. Dieser Konflikt destabilisierte die Innenpolitik des Landes und führte in den 1990er Jahren zu häufigen Wechseln im Amt des Regierungschefs. 2001 konnten die Auseinandersetzungen, die über 15 000 Opfer gefordert hatten, mit einem Friedensabkommen beendet werden. Nach den von Gewalt überschatteten Parlamentswahlen im selben Jahr wurde Michael Somare erneut Regierungschef. Er bemühte sich, auch mit australischer Hilfe, um die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie um eine innenpolitische Stabilisierung. 2005 wurde ein autonomes Parlament für Bougainville. Die nationalen Parlamentswahlen 2007 gewann wieder die von Somare geführte NAP. Damit blieb Somare weiterhin Premierminister. Im April 2011 wurde Somare wegen politischen Fehlverhaltens für zwei Wochen suspendiert. Danach ließ er sein Amt aus medizinischen Gründen weiter ruhen. Am 2. 8 2011 wurde Peter O’Neill (* 1965, PNCP) zum neuen Regierungschef gewählt. Nach seiner Genesung ging Somare mit juristischen Mitteln gegen den Verlust seines Amtes vor. Am 12. 12. 2011 erklärte der Oberste Gerichtshof die Wahl O’Neills für unrechtmäßig. Dieser wurde jedoch von Generalgouverneur Sir Michael Ogio (* 1942) am 19. 12. 2011 im Amt bestätigt.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Koloniale Epoche
- Unabhängigkeit und innere Krisen
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