Lexikon
Pẹrgamon
Pergamosantike Stadt in Mysien, im nordwestlichen Kleinasien, Hauptstadt des 283/82 v. Chr. gegründeten Pergamenischen Reichs; auf einem 310 m hohen Burgberg, an dessen Fuß das heutige Bergama liegt. Die Burg von Pergamon war Teil einer größeren, in mehreren Terrassen ansteigenden Anlage mit Unterstadt, Mittelstadt und Oberstadt, dem ehemaligen Standort des Pergamonaltars, der als Altar des Zeus und der Athene um 180/160 v. Chr. errichtet wurde. Das monumentale Bauwerk auf annähernd quadratischem Unterbau (36×34 m) trug am Sockel allseitig Reliefs (Gesamtlänge 120 m), die den Kampf der Götter gegen die Giganten darstellen (sog. Großer Fries von Pergamon); in die obere Halle wurde etwa 40 Jahre später der sog. Kleine Fries eingefügt, mit Darstellungen der lokalen Telephos-Sage. Der Fries des Pergamonaltars, 1865 von C. Humann entdeckt, befindet sich heute in Berlin (Pergamon-Museum), wo er 1930 rekonstruiert wurde. Die Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. begründete Pergamenische Bibliothek war nach der Alexandrinischen Bibliothek die bedeutendste der hellenistischen Zeit.
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