Lexikon

Pilzzucht

die Zucht hauptsächlich höherer Pilze, insbesondere die Champignonkultur. Etwa um 1650 hat man vermutlich die erste Champignonzucht durchgeführt, die später (bis 1900) unter der Stadt Paris in ausgedehnten Höhlen angelegt wurde und Pilzbeete von 2500 km Länge umfasste. Von Frankreich aus verbreitete sich die Champignonzucht in mehrere Länder. In den USA wird sie seit 1885 größtenteils in Gewächshäusern durchgeführt. Für die Champignonzucht wird ein festes Nährsubstrat (z. B. kompostierter Pferdemist) mit Myzelien des Pilzes beimpft und mit Erde überschichtet. Nach einiger Zeit bilden sich dann die erntefähigen Fruchtkörper aus. Die Kulturen werden zumeist in holzumrahmten Flachbeeten angelegt.
Neben der Champignonzucht wird besonders in Südfrankreich eine einfache Trüffelzucht durchgeführt, indem sporenhaltige Abfälle der geernteten Pilze auf den Boden gebracht werden, in dem die Trüffel auch natürlich vorkommen. In Japan und China züchtet man seit sehr früher Zeit (Jahrhunderte vor den Europäern) verschiedene Pilze (z. B. Lentinus edodes auf Holz, Volvaria volvacea auf Stroh). Andere Pilzzuchten haben bisher geringe wirtschaftliche Bedeutung erlangt.
Aubrits, Granit
Wissenschaft

Gefallen, gefunden, gedeutet

Meteoriten landen nicht nur auf der Erde – sondern manchmal auch im Museum. Wie werden sie gefunden und untersucht? Was verraten sie über den Ursprung des Sonnensystems? Text: KAI DÜRFELD – Fotos: ANTJE KRAEMER An jenem kalten Januarmorgen bot sich für den unbedarften Betrachter ein recht sonderbarer Anblick. Da liefen Männer und...

DaVinci.png
Wissenschaft

Vorstoß in die Hölle

Drei Raumsonden sollen bald die Rätsel der Venus lösen. Eine neue Studie lässt vermuten, dass unsere Nachbarwelt bis heute vulkanisch aktiv ist. von RÜDIGER VAAS Die Venus wird oft als Schwester der Erde bezeichnet, weil sie ähnlich groß ist und eine dichte Atmosphäre über felsigem Grund hat. Sie war das erste Ziel...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon