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Dublin - die Hauptstadt Irlands

Im Portrait

Im Überblick

Dublin: O'Connell Bridge am River Liffey

Dublin, die Heimat berühmter Schriftsteller wie zum Beispiel Jonathan Swift, Oscar Wilde, George Bernard Shaw oder James Joyce, wird in Erscheinungsbild, Rhythmus und Atmosphäre von der Jugend bestimmt. Doch auch das Althergebrachte hat in der irischen Hauptstadt seinen Platz. Tatsächlich hat sich Dublin, obwohl es mit Vororten rund 1 Million Einwohner zählt, etwas von dem Charakter eines Dorfes bewahrt, in dem man immer wieder auf Bekanntes stößt, in dem der Volkstanz überlebt hat und wo es eine Fülle an traditioneller Musik gibt. Alt und Jung finden zusammen in einem der über 700 Pubs der Stadt und genießen Irlands berühmtesten Exportartikel, das schwarze Bier Guinness Extra Stout.

Geographie

Die Hauptstadt der Republik Irland und der Grafschaft Dublin liegt in landschaftlich reizvoller Lage an der Mündung des Liffey in die Irische See. Nach Süden bilden die bis 926 m hohen Wicklow Mountains eine natürliche Grenze. Die geschützte Lage an der Ostküste Irlands sorgt für ein relativ mildes und ausgeglichenes Klima. Die jährlichen Niederschläge schwanken zwischen 760 und 1000 mm und sind damit nur halb so ergiebig wie an der Westküste der Inselrepublik. Im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen bei milden 6 °C, aber der Sommer bleibt mit einem Monatsmittel von 15 °C im Juli und August relativ kühl.

Dublin ist das führende Bildungs- und Kulturzentrum Irlands. Die Stadt besitzt drei Universitäten: Trinity College (gegründet 1591) als älteste Hochschule, National University of Ireland (gegründet 1909) mit über 10 000 Studenten als größte und Dublin City University (gegründet 1989) als jüngste Universität. Bibliotheken, mehrere Theater, das 1980 eröffnete Konzerthaus sowie zahlreiche Museen und Galerien begründen Dublins führende Stellung als irische Kulturmetropole.

Dublin ist das bedeutendste Finanz- und Handelszentrum der Republik. Das Wirtschaftsleben der Stadt hat vor allem nach dem Beitritt Irlands zur Europäischen Gemeinschaft (1973) einen kräftigen Aufschwung genommen. Zur traditionellen Industrie in Dublin gehören Bierbrauereien und Whiskybrennereien sowie Textil- und Nahrungsmittelindustrie. Als jüngere Unternehmen haben sich vor allem in den Vororten der Stadt Betriebe des Maschinenbaus, der elektronischen und chemischen Industrie angesiedelt.

Dublin besitzt den wichtigsten Hafen der Republik Irland. Der internationale Flughafen liegt bei Collinstown im Norden der Stadt. Als Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt ist Dublin mit den übrigen Städten der Republik verbunden. Busse, U-Bahnstrecken und das Bahnsystem des Dublin Area Rapid Transit (DART) bedienen den innerstädtischen Verkehr, der außerdem durch einen Autobahnring entlastet wird.

Stadtbild

Dublin: Fußgänger in der Grafton Street

Dublin ist eine eher beschauliche Stadt, der hypermoderne Wolkenkratzer völlig fehlen. Die relativ kleine Innenstadt ist bequem an einem Tag zu erwandern. Zu dem Gefühl der Überschaubarkeit kommt durch die vielen Parks und Gärten der Eindruck der Weite. Auch in anderer Hinsicht zeigt die Stadt mehr als nur ein Gesicht. Die ärmeren Viertel am Nordufer des Liffey kontrastieren mit den wohlhabenderen auf der Südseite, der eng umgrenzte Stadtkern mit den weitläufigen monotonen Trabantenstädten.

Den Mittelpunkt der Innenstadt bildet das Stadtviertel Temple Bar am Südufer des Liffey, ein ehemaliges Hugenottenviertel, das für seine Druckereien und Uhrmacher berühmt war. Heute ist es mit seinem Flair von Bohème, mit seinen engen, kopfsteingepflasterten Gassen der lebendigste Teil Dublins. Alte Lagerhäuser und moderne Stahlbauten stehen hier nebeneinander, beherbergen Restaurants, Cafés, Boutiquen, das Irish Film Centre, Secondhandshops, Galerien, Theater und unzählige Pubs. Am Merrion Square südöstlich des Trinity College, einem der schönsten Plätze Dublins, finden sich noch Juwele historischer georgianischer Stadtarchitektur, entstanden zwischen 1714 und 1830. Die farbigen Türen mit den kunstvoll verzierten Türklopfern erleichtern es den Bewohnern, angesichts der einheitlichen Fassaden ihr Haus zu finden. Gedenktafeln an den Häuserwänden erinnern an berühmte Bewohner: Oscar Wildes Eltern, den Dichter William Butler Yeats und den Katholikenführer Daniel O'Connell.

Südlich des Trinity College liegt die Grafton Street, das Nobeleinkaufsviertel Dublins, mit traditionsreichen Geschäften wie Brown Thomas und Weir&Sons neben modernen Boutiquen, Schuhgeschäften, Plattenläden und Fastfood-Restaurants. Weiter nördlich führt die O'Connell Bridge, 1790 von James Gandon nach Pariser Vorbildern erbaut über den Liffey. Die Brücke und die sich nördlich anschließende O'Connell Street sind Wahrzeichen und wichtigste Verkehrsadern der Stadt.

Von den zahlreichen Grünanlagen Dublins ist der Phoenix Park am Nordufer des Liffey im Westen der Stadt mit 808 Hektar der größte Park. Phoenix Park war ursprünglich königliches Jagdrevier und wurde 1747 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der hier 1831 eröffnete zoologische Garten ist bekannt für seine Löwenzucht. Ausgesprochen attraktiv ist auch der 1789 angelegte botanische Garten im Norden Dublins. In der 20 Hektar großen Gartenanlage befinden sich die einzigen original viktorianischen Palmenhäuser der Britischen Inseln. Am beliebtesten bei den Dubliners ist aber der 9 Hektar große Stadtpark St. Stephen's Green. Durch seine zentrale Lage am Ende der Grafton Street wird er gern für eine Pause während des Einkaufsbummels genutzt. Der Stadtpark wurde 1880 von dem Bierbrauer Sir Arthur Edward Guinness der Stadt gestiftet.

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