Lexikon
Rechtsphilosophie
Christentum
Die christliche Rechtsphilosophie knüpfte an die geschöpfliche Natur des Menschen an, die durch den Sündenfall beeinträchtigt, durch Christus erlöst worden sei; Christus habe das ursprüngliche Gesetz wiederhergestellt. Primäres (absolut geltendes) und sekundäres (relativ geltendes) Naturrecht wurden aus dieser Sicht bereits unterschieden und soziale von ethischen Normen getrennt. Thomas von Aquin verband für die Rechtsphilosophie des Hochmittelalters die Naturrechtslehre des Augustinus mit der Entelechielehre des Aristoteles: Zweckgedanke und Bewegung auf ein Ziel bestimmen das Wesen von Recht und Gesetz; das bonum commune (Gemeinwohl) wird zum zentralen Begriff dieser Rechtsphilosophie. Der nominalistische Voluntarismus wollte dagegen den Willen allein zum Urheber jeglicher moralisch-rechtlicher Ordnung machen und jegliche Rechtsetzung von daher bestimmen (Duns Scotus, Wilhelm von Ockham, Gabriel Biel [* um 1418, † 1495], der Luther stark beeinflusst hat).
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Wissenschaft
Urprall statt Urknall?
Unser Universum ist aus dem Kollaps eines Weltalls zuvor entstanden, meinen heute viele Kosmologen – und rätseln, wie dieses wohl beschaffen war. von RÜDIGER VAAS Quantenkosmologie ist nichts für schwache Nerven“, meint Edgar Shaghoulian von der University of California in Santa Cruz. „Sie ist der Wilde Westen der Theoretischen...
Wissenschaft
Ein Erdbeben änderte einst den Verlauf des Ganges
Gewaltige Erschütterungen prägten einst einen mächtigen Strom Asiens: Vor 2500 Jahren hat ein schweres Erdbeben abrupt den Hauptkanal des Ganges im heutigen Bangladesch verlagert, geht aus einer Studie hervor. Dies war wohl mit weiträumigen Überflutungen in der Deltaregion verbunden. Ein erneutes Ereignis dieser Art würde sich in...