Lexikon

Rechtsphilosophie

Antike

In der antiken Rechtsphilosophie kommen Weltordnung und Rechtsordnung aus einem Ursprung (Themis und Dike als ursprüngliche Rechtsgottheiten). Hesiod und die Vorsokratiker (Anaximander, Xenophanes, Anaxagoras, Pythagoras, Heraklit) versuchten den Zusammenhang von kosmischer Ordnung und Rechtsordnung darzustellen und die Harmonie des göttlichen Logos der Rechtsordnung zugrunde zu legen. Die Sophisten (Protagoras, Gorgias, Hippias, Demokrit) orientierten Recht und Gesetz am Menschen und führten damit die bis heute in der Rechtsphilosophie wirksame Auseinandersetzung um die Verankerung und Begründung des Rechts herauf. Naturrecht wurde von da an zur Gegenposition des menschlichen Zwecken unterworfenen, gesetzten Rechts. Seit Sokrates rückte die Betrachtung rechter menschlicher Erkenntnis und entsprechenden Handelns (Tugendlehre) in den Umkreis rechtsphilosophischen Denkens. Platons Idee der Gerechtigkeit, die alle Erkenntnis leiten und alles Handeln innerhalb der Gemeinschaft ausrichten solle, und Aristoteles vom Menschen als Gemeinschaftswesen (Zoon politikon) gewonnene Gesetzes- und Gerechtigkeitslehre wirkten auf die Rechtsphilosophie der Folgezeit, besonders die Stoa.
  1. Einleitung
  2. Antike
  3. Christentum
  4. Neuzeit
Wissenschaft

Dem Ursprung des Erdwassers auf der Spur

Das Markenzeichen des blauen Planeten im Visier: Eine Studie beleuchtet, wie die Himmelskörper entstanden sein könnten, die der jungen Erde einen beträchtlichen Teil ihres Wassers geliefert haben. Aus Modellen auf der Basis von Merkmalen bestimmter Meteorite geht hervor, dass verzögert entstandene Planetesimale das Reservoir für...

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Wissenschaft

Gefühlte Zeit

Wie Gehirn und Körper unser Zeitempfinden hervorbringen. Von Tobias Hürter Eine halbe Stunde in der S-Bahn, müde und hungrig nach der Arbeit: eine gefühlte Ewigkeit. Eine halbe Stunde in der S-Bahn, ausgeschlafen und mit einer spannenden Lektüre in der Hand: Die Zeit rast. Nur nicht die Haltestelle verpassen. Das Zeitgefühl ist...

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