Lexikon

Soul Music

[
ˈsɔul ˈmjuzik; englisch, „Seelenmusik“
]
Soul
Überbegriff für die afro-amerikanische Popmusik, die sich durch eingängigen Rhythmus und eine hochemotionale Vortragsweise des Gesangs auszeichnet. Soul Music entwickelte sich in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre, als Sänger wie R. Charles, S. Cooke und J. Brown Stilelemente von Gospel, Blues und Rhythm & Blues in ihrer Musik verschmolzen. Mitte der 1960er Jahre erlebte Soul Music weltweite Popularität durch Hitparadenerfolge der führenden Plattenstudios Motown in Detroit und Atlantic in New York. Das Klangbild der Soul Music mit seinen leidenschaftlichen Bläsersätzen und dem häufig exaltierten Gesang wurde ab 1970 durch Streichinstrumente abgemildert und ging in kommerzieller Discomusik auf oder radikalisierte sich in Spielarten wie Rap oder Hip-Hop. Aktuelle Auffassungen von Soul Music beschreiben weniger einen eigenständigen Musikstil als eine gefühlsbetonte Popmusik mit expressivem Gesang.
Wichtige historische Interpreten: O. Redding, D. Ross & The Supremes, A. Franklin, The Four Tops, M. Gaye, I. Hayes; in jüngerer Zeit: W. Houston, J. Jackson, R. Kelly, Mary J. Blige, Alicia Keys.
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