Lexikon
Stadt
Mittelalterliche Städte
Im frühen Mittelalter fehlten in Europa die Voraussetzungen für eine Stadtentwicklung völlig; die alten Städte aus der Römerzeit gingen meist beträchtlich in ihrer Einwohnerzahl zurück oder wurden aufgegeben (Wüstungen). Erst unter den Saliern und Staufern entstanden aus verschiedenen Wurzeln (Oppidum, Wik, Markt, Burg) Städte, deren Bedeutung mit dem Aufblühen von Handel und Wirtschaft zunahm, die eigene Rechtsformen entwickelten (Lübecker, Magdeburger, Kölner Stadtrecht), zu politisch eigenständigen Gebilden werden konnten (freie Reichsstädte) und zunehmend seit dem Ende des Mittelalters ein bedeutender politischer Faktor neben Adel und Kirche waren (oberitalienische und flandrische Städte). Seit dem 11. Jahrhundert wurden Städte planmäßig vor allem mit der Besiedlung deutscher Ostgebiete gegründet. Im Spätmittelalter schlossen sich Städte in Städtebünden (Hanse, Schwäbischer Städtebund u. a.) zusammen; reichsunmittelbare Städte und Bischofsstädte erhielten im deutschen Reichstag Sitz und Stimme. Die Einwohnerzahlen schwankten im 14. und 15. Jahrhundert aufgrund verheerender Pestepidemien stark. Venedig, London und Paris hatten als Weltstädte über 100 000 Einwohner.
- Einleitung
- Stadtentwicklung
- Geschichte
- Mittelalterliche Städte
- Städte der Neuzeit
- Städte im 19. und 20. Jahrhundert
- Recht
Wissenschaft
Heute Übeltäter, morgen Held
Wenn die Welt ohne Erdgas und andere fossile Rohstoffe auskommen will, braucht sie neue Kohlenstoff-Quellen, darunter das Treibhausgas CO2.
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Wissenschaft
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