Lexikon

Stoph

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ʃto:f
]
Stoph, Willi
Willi Stoph
Entspannungspolitik: Willy Brandt und Willi Stoph
Willy Brandt und Willi Stoph
Das erste gesamtdeutsche Treffen findet am 19. März 1970 zwischen Bundeskanzler Willy Brandt (links) und DDR-Ministerratsvorsitzendem Willi Stoph in Erfurt statt.
Willi, deutscher Politiker (SED), * 9. 7. 1914 Berlin,  13. 4. 1999 Berlin; Maurer; seit 1931 Mitglied der KPD; seit 1950 Mitglied des ZK, seit 1953 des Politbüros der SED; 19521955 Innenminister, 19561960 Verteidigungsminister (1959 Armeegeneral); 19621964 Erster Stellvertreter des Vorsitzenden, 19641973 Vorsitzender des Ministerrats (Ministerpräsident), 19731976 Vorsitzender des Staatsrats, seit 1976 wieder Vorsitzender des Ministerrats der DDR; trat 1989 als Vorsitzender des Ministerrats und Mitglied des Politbüros zurück und wurde aus der Partei ausgeschlossen. Gegen Stoph leiteten die Justizbehörden mehrere Ermittlungsverfahren ein. 1992 wurde gegen ihn wegen der Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze Anklage erhoben; das Verfahren wurde 1993 aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes eingestellt.
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