Lexikon

Sturm über Asien/Der Nachkomme des Tschingis Khan

  • Deutscher Titel: Sturm über Asien/Der Nachkomme des
    Tschingis Chan
  • Original-Titel: POTOMOK TSCHINGIS CHANA
  • Land: UdSSR
  • Jahr: 1928
  • Regie: Wsewolod Pudowkin
  • Drehbuch: Ossip Brik
  • Kamera:
    Anatoli
    Golownja
  • Schauspieler: Waleri Inkischinow, A. Dedinzew, Alexander Tschistjakow
Der sowjetische Regisseur Wsewolod Pudowkin, bekannt durch »Die Mutter« und »Das Ende von St. Petersburg«, schildert in seinem Stummfilm die politische Entwicklung des jungen Mongolen Bair (Waleri Inkischinow). Der unerfahrene Partisan wird von britischen Interventionstruppen gefangengenommen und als Marionettenkönig eingesetzt, da ihn ein Dokument als Nachkomme des Mongolenherrschers Dschingis Khan ausweist. Bair spielt bei den Machenschaften der Invasoren zunächst mit, nutzt jedoch bald eine Gelegenheit zur Flucht. Er bekennt sich zu seinem Volk und wird zum Anführer im Kampf um die Freiheit. Der Film endet mit einem eindrucksvollen Sturmritt der Mongolen über die Steppe, der die Kraft der Revolution symbolisieren soll.
Wsewolod Pudowkin zeigt anhand eines individuellen Schicksals den Kontrast zweier Welten und einen nationalen Kampf, der zugleich ein sozialer ist. In Großbritannien wird der Film, der sich nicht an die historischen Gegebenheiten hält tatsächlich sind die Briten zur fraglichen Zeit gar nicht in der Mongolei gewesen , von der Zensur verboten. »Sturm über Asien« ist beispielhaft für den sowjetischen Historienfilm, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wenn es der Propaganda dient.
xxx_AdobeStock_353648056.jpg
Wissenschaft

Wertvoller Algen-Dschungel

Große Meeresalgen schützen das Klima – und sie sind als nachwachsender Rohstoff vielseitig einsetzbar. Forscher suchen nach Wegen, beides miteinander zu vereinen. von BETTINA WURCHE Grünbraune Algenteile türmen sich am Strand, im Wasser schwappen schlaffe Wedel und Stiele hin und her. Unter der Meeresoberfläche wiegt sich ein...

Myokine, Muskeln
Wissenschaft

Medikamente aus der Muskelapotheke

Myokine sind hormonähnliche Botenstoffe, die beim Training von Muskeln ausgeschüttet werden. Ihr Potenzial zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten scheint enorm. von JÜRGEN BRATER Muskeln brauchen wir, um uns zu bewegen, das weiß jeder. Und auch, dass diese Kraftpakete umso leistungsfähiger werden, je mehr man sie...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch