Lexikon
Telefọn
[das; griechisch]
Gerät zum Empfangen und Senden von Sprache mit elektrischen Mitteln, eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. Umgangssprachlich wird der Begriff auch für das Telefonnetz verwendet, das neben den Telefonendgeräten auch Leitungsnetz und Vermittlungsdienst umfasst und von grundlegender Bedeutung für die moderne Telekommunikation ist. Die erste brauchbare Übertragung von gesprochenen Nachrichten gelang 1861 dem Deutschen J. P. Reis. Der US-Amerikaner A. G. Bell erfand 1876 das elektromagnetische Telefon, der Brite D. E. Hughes 1878 das Kohlemikrofon, das neben seiner Funktion als elektroakustischer Wandler einen Verstärkungseffekt besaß. Seither hat sich die Technik der Telefonapparate wesentlich weiterentwickelt, und insbesondere Leitungs- und Vermittlungstechnik haben sich drastisch verändert. Zusatzgeräte erzeugen eine immer größere Flexibilität der Endapparate und ermöglichen das Speichern von Gesprächen (Anrufbeantworter), Gespräche mehrerer Teilnehmer (Telefonkonferenz), den Versand von Bildern und Text (Telefax) oder von Daten (ISDN, DSL). Schnurlose Telefone und Mobiltelefone (Handys) machen zudem von einem fest installierten Endgerät unabhängig (Mobilfunk).
Wissenschaft
Jupiters gewaltsame Jugend
Im Zentrum des Gasriesen hat die Raumsonde Juno einen seltsamen Kern entdeckt. Ihre Messungen lassen auf eine brachiale Kollision mit einem anderen Urplaneten schließen. von THORSTEN DAMBECK Er ist der unangefochtene Herrscher unter den Planeten: Jupiter. Mit 318 Erdmassen übertrifft er die gesamte Masse aller anderen planetaren...
Wissenschaft
Galaktische Geisterteilchen
Erstmals wurden energiereiche Neutrinos von der Milchstraße gemessen. von RÜDIGER VAAS Es gibt eine neue Karte unserer Welt – sehr unscharf, mit vielen weißen Flecken und Fragezeichen. Aber es zeichnen sich bereits erste Strukturen ab – wie im Nebel noch, doch bald werden wir klarer sehen. Es ist ein Gefühl wie bei der Entdeckung...