Lexikon
Tẹmpel
[griechisch, lateinisch, abgegrenzter Bezirk]
Ägypten
Die ältesten Tempel Ägyptens bestanden, wie Hieroglyphenbilder zeigen, aus einfachen Schilf- und Binsenhütten. Um die Wende vom 4. zum 3. Jahrtausend v. Chr. ging man zum Steinbau über, und in der 4. Dynastie entstanden bereits so monumentale Tempelbauten wie der Taltempel des Königs Chephren bei Gizeh. Noch gewaltiger sind die ägyptischen Tempel des Neuen Reichs, wie der an eine Palastanlage angeschlossene Tempel Ramses’ III. in Medinet Habu, der Amun-Tempel von Karnak und der Tempel von Luxor, errichtet in der 18. Dynastie (1550–1305 v. Chr.). Diese Tempel bestehen aus großen ummauerten Höfen mit Torhäusern, die von turmartigen Gebilden (Pylonen) flankiert werden und von Säulensälen, Treppenanlagen und Sphinxalleen umstellt sind. Das Allerheiligste durfte nur vom König und vom Hohenpriester betreten werden und enthielt ein verhältnismäßig kleines Götterbild.
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