Lexikon
Tẹmpel
[griechisch, lateinisch, abgegrenzter Bezirk]
Ägypten
Die ältesten Tempel Ägyptens bestanden, wie Hieroglyphenbilder zeigen, aus einfachen Schilf- und Binsenhütten. Um die Wende vom 4. zum 3. Jahrtausend v. Chr. ging man zum Steinbau über, und in der 4. Dynastie entstanden bereits so monumentale Tempelbauten wie der Taltempel des Königs Chephren bei Gizeh. Noch gewaltiger sind die ägyptischen Tempel des Neuen Reichs, wie der an eine Palastanlage angeschlossene Tempel Ramses’ III. in Medinet Habu, der Amun-Tempel von Karnak und der Tempel von Luxor, errichtet in der 18. Dynastie (1550–1305 v. Chr.). Diese Tempel bestehen aus großen ummauerten Höfen mit Torhäusern, die von turmartigen Gebilden (Pylonen) flankiert werden und von Säulensälen, Treppenanlagen und Sphinxalleen umstellt sind. Das Allerheiligste durfte nur vom König und vom Hohenpriester betreten werden und enthielt ein verhältnismäßig kleines Götterbild.
Wissenschaft
Bioinspirierte Wasseraufbereitung
Entgiftung nach pflanzlichem Vorbild: Forschende haben ein bioinspiriertes Polymer entwickelt, das Wasser hochwirksam und selektiv vom Schwermetall Cadmium befreien kann. Es ist dem Bauplan der sogenannten Phytochelatine nachempfunden, durch die Pflanzen den Schadstoff aus ihren Geweben beseitigen. Durch die Bindung des Polymers...
Wissenschaft
Herzmuscheln leiten Sonnenlicht wie Glasfaserkabel
Herzmuscheln leben in Symbiose mit Photosynthese betreibenden Algen in ihrem Inneren. Um diese Untermieter mit Licht zu versorgen, öffnen die Muscheln jedoch nicht einfach ihre Schale. Stattdessen haben sie in der Evolution einzigartige Fenster-Strukturen entwickelt, wie Biologen herausgefunden haben. Diese Fenster leiten das...
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