Lexikon
Tẹmpel
[griechisch, lateinisch, abgegrenzter Bezirk]
China
Auch hier entstanden nach indischem Vorbild Höhlentempel mit kolossalen, aus dem Fels gehauenen Buddhastatuen. Die ältesten Felsentempel sind die Grotten von Dunhuang. Die Wände der Höhlen wurden häufig mit Malereien bedeckt. Frei stehende Tempelanlagen errichtete man entlang der Nordsüdachse innerhalb einer rechtwinkligen Umfassung. In der Mitte der Südmauer gewährte ein Haupttor (Shan-men) Zutritt zu einem weiten Hof, der auf den in der Mitte einer Quermauer befindlichen Vorderen Pavillon (Qian-dian) führte, dahinter bildete ein weiterer Hof den Zugang zum Hauptpavillon (Zhong-dian). An den Seiten des Hofes waren weitere Pavillons und Turmbauten (Glockenturm, Trommelturm) angeordnet. Die ausgeprägtesten Beispiele einer solchen Axialanlage befinden sich in Peking und in Qufu in der Provinz Shandong (Konfuziustempel).
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