Lexikon

Thatcher

[
ˈθætʃə
]
Margaret Hilda, Baroness Thatcher of Kesteven (1992), britische Politikerin (Konservative), * 13. 10. 1925 Grantham, Lincolnshire,  8. 4. 2013 London; Chemikerin und Rechtsanwältin; 19591992 Mitglied des Unterhauses, 19701974 Erziehungsministerin, 19751990 Parteiführerin, seit 1979 Premierministerin (erste weibliche Regierungschefin Europas). Thatchers konsequente monetaristische Wirtschaftspolitik (Thatcherismus) führte zum Sinken der Inflationsrate, zur Steigerung der Industrieproduktion und zur Stabilisierung des Geldwertes; gleichzeitig stieg allerdings die Arbeitslosigkeit. Ihre kompromisslose Haltung im britisch-argentinischen Falkland-Konflikt 1982 trug zu ihrem Wahlsieg 1983 bei. 1984 schloss sie mit China den Vertrag über die Rückgabe Hongkongs. 1987 gewannen die von ihr geführten Konservativen erneut die Unterhauswahlen. Besonders ihre Wirtschaftspolitik führte später zu starkem Popularitätsverlust in der Öffentlichkeit und zum Vertrauensschwund in ihrer Partei. 1990 verzichtete Thatcher auf das Amt der Premierministerin. 1992 wurde sie Mitglied des Oberhauses.
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