Lexikon

Thẹben

griechisch Thebai
mittelgriechische Stadt nordwestlich von Athen, 18 700 Einwohner; Weinbau. – Als antike Hauptstadt Böotiens mit der Burg Kadmeia sagenumwoben; Schauplatz der Sage von Ödipus, Antigone und den Sieben gegen Theben; Geburtsstätte des Dionysos und des Herakles. Bei Ausgrabungen wurden Reste eines mykenischen Palastes freigelegt. In den Perserkriegen auf Seiten der Perser; seine Politik im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde durch den Gegensatz zu Athen bestimmt, bis sich Theben im Korinthischen Krieg (395–386 v. Chr.) mit Athen, Argos und Korinth gegen Sparta verbündete. Der Sieg Epaminondas’ bei Leuktra 371 v. Chr. beendete die spartanische Vormachtstellung und begründete Thebens Hegemonie. Mit der Niederlage Thebens und Athens 338 v. Chr. bei Chaironeia durch Philipp II. von Makedonien endete Thebens Selbständigkeit. Theben wurde 335 v. Chr. nach einem Aufstand gegen Alexander den Großen zerstört, 316 v. Chr. von Kassander neu aufgebaut; es kam 146 v. Chr. unter römische Herrschaft, erlangte aber keine Bedeutung mehr.
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