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LEXIKON

Phlipp II.

König von Makedonien 359336 v. Chr., * um 382 v. Chr.,  336 v. Chr. (ermordet); reorganisierte das makedonische Heer (geschlossene Phalanx); fasste immer mehr in Griechenland Fuß und sicherte seine Vorherrschaft
Makedonien: Hoffnung Griechenlands
Makedonien: Hoffnung Griechenlands
Der Aufstieg Makedoniens unter König Philipp II. wurde von den Griechen nicht nur mit Missfallen gesehen. Der griechische Rhetoriker Isokrates aus Athen wendet sich 346 v. Chr. an Philipp II. und verkündet seine Hoffnung, er werde Griechenland einigen und gegen die Perser führen. In seiner Argumentation findet sich neben Schmeichelei für den Makedonenherrscher das Sendungsbewusstsein und der Wunsch nach hellenischer Großmachtstellung, die die Gefolgschaft der Griechen auf den Kriegszügen Alexanders des Großen, des Sohnes von Philipp II., ab 334 v. Chr. mit erklären:

"Du brauchst von deinen eigenen Angelegenheiten nichts zu vernachlässigen, musst aber doch versuchen, die Staaten von Argos, Sparta, Theben und den unsrigen zu versöhnen; denn gelingt es dir, diese zu vereinen, so wirst du nicht schwer auch die Übrigen zur Eintracht bringen, stehen sie doch alle unter dem Einfluss der genannten ... Bedenke, wie würdig es ist, solche Werke vor allem anzugreifen, bei denen du im Falle des Gelingens deinen Ruhm dem der Ersten der Welt ebenbürtig machst, im Falle des Scheiterns deiner Erwartungen aber dir doch wenigstens die Sympathie der Hellenen erwirbst; und diese zu gewinnen, ist weit herrlicher, als viele griechische Städte mit Gewalt zu nehmen.
Solche Taten bringen ja Scheelsucht, Feindschaft und viele Schmähungen mit sich ... Welch höherer Grad des Glückes wäre denn auch möglich, wenn die angesehendsten Männer aus den mächtigsten Staaten als Gesandte in dein Reich kommen und du dann mit ihnen über das Wohl der Gesamtheit berätst ..., wenn du wahrnimmst, wie ganz Hellas aufhorcht auf das, was du gerade vorschlägst, niemand deine Entscheidungen missachtet, vielmehr die einen nachfragen, wie weit sie schon verwirklicht sind, andere flehen, es möge ja nichts von deinen Plänen missglücken, wieder andere fürchten, es könne dir etwas geschehen, bevor du den Schlussstein zu deinen großen Taten gesetzt hast!
Wie groß werden alle von dir denken müssen, wenn du wirklich daran gehst, das Perserreich zu beseitigen oder doch wenigstens möglichst große Gebiete davon abzutrennen ..., Städte zu begründen in diesem Gebiete und alle anzusiedeln, die heute aus Not ums tägliche Brot umherirren müssen und alle besudeln, zu denen sie kommen?
... Du musst den Hellenen Wohltäter, den Makedonen König, den Barbaren, so vielen als möglich, Herrscher sein. Wenn du das durchführst, so werden dir alle Dank wissen, die Hellenen für alles, was sie Gutes erfahren, die Makedonen, wenn du sie als König, und nicht als Tyrann regierst, die Stämme der anderen aber, wenn sie, durch dich befreit von barbarischer Gewaltherrschaft, hellenischer Fürsorge teilhaftig werden..."
durch den Sieg bei Chaironeia (338 v. Chr.). Er gründete den Korinthischen Bund, als dessen Bundesfeldherr er den Rachezug gegen Persien vorbereitete (dabei ermordet), den sein Sohn Alexander der Große durchführte.
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