Lexikon
Tonalitạ̈t
im weiteren Sinne ein geordnetes Gefüge von Tönen und Klängen, im engeren Sinne für das Bezugssystem der dur-moll-tonalen Musik besonders des 17.–19. Jahrhunderts. Es definiert sich durch die Tongeschlechter Dur und Moll, die diatonische Tonleiter sowie die tragende Rolle des Dreiklangs. In der Funktionstheorie H. Riemanns werden alle musikalischen Ereignisse auf die Grundfunktionen der Tonika, Dominante und Subdominante bezogen. Fortschreitende Chromatisierung führte im Laufe des 19. Jahrhunderts allmählich zur Auflösung der Tonalität in die sog. freie Tonalität, Polytonalität und atonale Musik.
Wissenschaft
Kleine Kannibalen im Kosmos
Ein Kugelsternhaufen ist Kronzeuge für die Gefräßigkeit von Zwerggalaxien: Sie wachsen, indem sie Artgenossen verschlingen. von THORSTEN DAMBECK Auf einer Reise gen Süden kann man auch am Himmel auf Unbekanntes stoßen. Denn dort steigen Gestirne über den Horizont, die von der Nordhalbkugel aus nicht sichtbar sind. So entdeckten...
Wissenschaft
Gondwanas Erbe
Als der Urkontinent Gondwana zerbrach, hinterließ er markante Spuren im südlichen Afrika von heute – und setzte eine lange währende Welle intensiver Erosion in Gang. von THORSTEN DAMBECK Wer im Urlaub die Relikte eines Urkontinents besichtigen will, ist in Südafrika am richtigen Ort. Für mehr als 500 Millionen Jahre dominierte...