Lexikon
Dur
[
lateinisch durus, „hart“
]aus der mittelalterlichen Musiklehre von „Hexachordum durum“ (Hexachord) abgeleitete Bezeichnung eines Tongeschlechts, das alle Tonarten umfasst, deren Tonleitersystem neben 5 Ganztonschritten 2 Halbtonschritte aufweist (Diatonik), und zwar von der 3. zur 4. und von der 7. zur 8. Stufe (wobei die 7. Stufe auch als Leitton bezeichnet wird). Jede Dur-Tonleiter besitzt einen Grundton, nach dem diese benannt ist; so ist z. B. die F-Dur-Tonleiter auf dem Grundton F aufgebaut. Ein Dur-Dreiklang besteht aus einem namengebenden Grundton, großer Terz und reiner Quinte.
Mit den Tongeschlechtern Dur und Moll bildet sich zu Beginn des musikalischen Barock die Tonalität heraus. Dabei galten Dur-Klänge im Rahmen der Affektenlehre als freudig und hell. Dur-Akkorde und –Tonleitern werden mit Großbuchstaben gekennzeichnet, z. B.: G für einen G-Dur-Akkord.
Wissenschaft
Wie Landwirtschaft das Klima schützt
Ackerbau und Viehhaltung gelten als ein wesentlicher Treiber des Klimawandels. Doch würde sie anders betrieben als bisher, könnte die Landwirtschaft im Gegenteil die Erderwärmung deutlich bremsen. von HARTMUT NETZ Vier Promille sollen es richten. Stiege der Humusgehalt aller landwirtschaftlichen Böden weltweit um nur vier...
Wissenschaft
Kalter Schall
Mit einer neuen Technik lassen sich Schallwellen in Glasfaserkabeln stark abkühlen – eine Zukunftsoption für die Quantentechnologie. von DIRK EIDEMÜLLER Es war eine riesige Überraschung, als mit den Forschungsarbeiten von Max Planck und Albert Einstein vor rund 120 Jahren klar wurde, dass Licht nicht nur einen Wellen-, sondern...