Lexikon
ạtonale Musik
AtonalitätMusik, bei der in Melodik und Akkordaufbau die Beziehung auf eine Grundtonart (Tonika) fehlt; fälschlich wird der Begriff auch auf jede Art von Neuer Musik angewendet, die aus Dissonanzen aufgebaut ist. Nachdem die Tonalität durch R. Wagner („Tristan und Isolde“), R. Strauss, G. Mahler, M. Reger und C. Debussy erweitert worden war, wurden ihre Gesetze von einigen Komponisten um 1908 aufgegeben. Nach 1920 wurde „atonal“ zum polemischen Begriff, ist heute aber eine gebräuchliche Bezeichnung. Die Atonalität als musikhistorische Epoche umfasst in der Hauptsache die Werke der Zweiten Wiener Schule (A. Schönberg, A. Webern, A. Berg) der Zeit von 1908 bis 1914. Nichttonale Züge finden sich in gleichzeitigen Werken z. B. von I. Strawinsky und B. Bartók. Aus der atonalen Musik entstand um 1920 die Zwölftontechnik.
Debussy, Claude Achille: Klavier
Claude Achille Debussy am Klavier
Claude Achille Debussy am Klavier
© Corbis/Bettmann
Wissenschaft
Der Gag der Pauli-Maschine
Der Physiker Wolfgang Pauli (1900–1958) wurde vor allem durch seine Pionierleistungen im Bereich der Quantenmechanik berühmt: Für das von ihm formulierte Pauli-Prinzip erhielt er 1945 den Nobelpreis. Es besagt, dass Elektronen oder andere Fermionen (Teilchen mit halbzahligem Spin) sich in ihren Quantenzahlen unterscheiden müssen...
Wissenschaft
Sonne, Wärme, Dampf und Strom
Das Potenzial der Solarthermie für die Produktion von Ökostrom stellen Kraftwerke in Marokko seit einigen Jahren eindrucksvoll unter Beweis. von Ralf Butscher Wer sich wie der Autor dieses Beitrags auf eine geführte Rundreise durch Marokko begibt, macht vermutlich irgendwann auch in Ouarzazate Station. Die Stadt mit rund 70 000...