Lexikon
ạtonale Musik
AtonalitätMusik, bei der in Melodik und Akkordaufbau die Beziehung auf eine Grundtonart (Tonika) fehlt; fälschlich wird der Begriff auch auf jede Art von Neuer Musik angewendet, die aus Dissonanzen aufgebaut ist. Nachdem die Tonalität durch R. Wagner („Tristan und Isolde“), R. Strauss, G. Mahler, M. Reger und C. Debussy erweitert worden war, wurden ihre Gesetze von einigen Komponisten um 1908 aufgegeben. Nach 1920 wurde „atonal“ zum polemischen Begriff, ist heute aber eine gebräuchliche Bezeichnung. Die Atonalität als musikhistorische Epoche umfasst in der Hauptsache die Werke der Zweiten Wiener Schule (A. Schönberg, A. Webern, A. Berg) der Zeit von 1908 bis 1914. Nichttonale Züge finden sich in gleichzeitigen Werken z. B. von I. Strawinsky und B. Bartók. Aus der atonalen Musik entstand um 1920 die Zwölftontechnik.
Debussy, Claude Achille: Klavier
Claude Achille Debussy am Klavier
Claude Achille Debussy am Klavier
© Corbis/Bettmann
Wissenschaft
Umweltfreundliches Ammoniak aus Abwasser
Die industrielle Herstellung von Ammoniak benötigt bislang viel Energie und ist für hohe CO2-Emissionen verantwortlich. Eine Studie zeigt nun eine Alternative auf: Mit Hilfe eines elektrochemischen Ansatzes ist es Forschenden gelungen, Ammoniak aus nitratbelastetem Abwasser zu gewinnen. Dabei kommt ein Dreikammer-System zum...
Wissenschaft
Tiere in der Antarktis mit H5N1-Virus infiziert
Der Vogelgrippe-Erreger breitet sich weltweit immer weiter aus und dringt dabei bis in die abgelegensten Orte vor, wie eine neue Studie zeigt. Das H5N1-Virus hat demnach inzwischen auch diverse Wildtiere in der Antarktis infiziert, darunter verschiedene Vögel und Säugetiere wie Seeelefanten und Seebären. Der Erreger verbreitete...