Lexikon
Tugend
griechisch arete, lateinisch virtusursprünglich so viel wie „Tauglichkeit“, bezeichnet in der Ethik den sittlich vollkommenen Zustand als Grundlage oder als Ziel menschlichen Handelns. In der inhaltlichen Bestimmung der verschiedenen Formen der Tugenden gibt es eine lange Tradition von Aristoteles, der zwischen dianoetischen Tugenden, d. h. Tugenden der geistigen Haltung, und ethischen Tugenden unterschied; für die letzteren gilt als Ideal das Maß, d. h. die Mitte zwischen einem Zuwenig und einem Zuviel. Bei den Tugenden werden die theologischen – Glaube (fides), Hoffnung (spes), Liebe (caritas) – unterschieden von den vier Kardinaltugenden: Klugheit (prudentia), Mäßigkeit (temperantia), Tapferkeit (fortitudo) und Gerechtigkeit (iustitia).
Aristoteles
Aristoteles
© wissenmedia
Wissenschaft
Das Rätsel vom Wasser der Erde
Wann, wie und wodurch erhielt die Erde ihr Wasser? Lieferten es Planetoiden oder Kometen – oder steckte es bereits in den Urbausteinen? von FRANZISKA KONITZER Der Ursprung des Wassers auf der Erde ist umstritten.“ So beginnt ein vor Kurzem erschienener Artikel in der Fachzeitschrift Science. Darin vermuten Laurette Piani von der...
Wissenschaft
Geschöpfe der Tiefe
Unterhalb von 200 Metern beginnt die Tiefsee. Trotz der lebensfeindlichen Bedingungen gibt es in der Tiefe vielfältiges Leben – von dem ein Großteil noch nicht erforscht ist. Von BETTINA WURCHE Dunkel, kalt, nährstoffarm und unter hohem Wasserdruck erscheint die Tiefsee absolut lebensfeindlich. Ab 200 Metern Tiefe erhellen nur...