Lexikon
Tunesien
Arabisch-osmanische Herrschaft und französische Kolonialzeit
Gegen Ende des 7. Jahrhundert setzte die arabisch-muslimische Eroberung ein. Unter wechselnden islamischen Herrschaften durchlebte das Land zunächst eine durch Kriege und Niedergang gekennzeichnete Epoche. Eine neue Blütezeit brachte im 13. Jahrhundert die Dynastie der Hafsiden. 1574 fiel Tunesien an das Osmanische Reich. Die Verwaltung der Provinz lag in den Händen eines Statthalters; die Amtsübernahme durch Hussain Ben Ali 1705 begründete die Dynastie der Hussainiden, die weitgehend autonom regierte. Durch eine verschwenderische Staatsführung geriet Tunesien im 19. Jahrhundert zunehmend in finanzielle Abhängigkeit von europäischen Mächten. 1883 wurde es französisches Protektorat.
1920 gründeten tunesische Nationalisten die Destur-Partei, von der sich 1934 ein radikaler Flügel unter Führung Habib Bourguibas als Neo-Destur-Partei abspaltete. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges erhielt Tunesien als Mitglied der Französischen Union beschränkte Selbstverwaltung; alle weitergehenden Bestrebungen wurden aber zunächst unterdrückt.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Antike
- Arabisch-osmanische Herrschaft und französische Kolonialzeit
- Der moderne Staat
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