Lexikon

Valẹncia

alte Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Valencia und drittgrößte Stadt Spaniens, auch Hauptstadt der gleichnamigen Region, am Turia (nahe seiner Mündung in den Golf von Valencia), in der sehr fruchtbaren Huerta de Valencia, 798 000 Einwohner; katholischer Erzbischofssitz; Universität (1499), polytechnische Universität (gegründet 1971) und andere Hochschulen, Forschungsinstitute; Kathedrale (13.–15. Jahrhundert) mit 68 m hohem Glockenturm, zwei mächtige Stadttore (14./15. Jahrhundert), Seidenbörse (15. Jahrhundert, Weltkulturerbe seit 1996), Palacio de la Generalidad (16. Jahrhundert), ehemalige Zitadelle, zahlreiche Kirchen und Museen; im alten Flussbett des Turia „Stadt der Künste und Wissenschaften“ mit Musikpalast Palau de les Arts Reina Sofia (2005 eröffnet), Aquarium, Museum, 3D-Kino und botanischem Garten; Maschinen- und Schiffbau, Metall-, Nahrungsmittel-, Möbel- und Autoindustrie (Ford), chemische und elektrotechnische Industrie; Messe; Tourismus; Handelshafen El Grao (mit Containerterminal; Fährverkehr zu den Balearen und Kanaren), internationaler Flughafen. – Griechische Gründung, dann karthagisch und römisch, später von Westgoten und Mauren erobert, im 11. Jahrhundert mit dem ostspanischen Küstenland ein selbständiges Königreich, im 12./13. Jahrhundert Hauptstadt eines maurischen Reiches, 1238 mit Aragonien vereinigt; im Bürgerkrieg (1936–1939) von November 1936 bis Oktober 1937 Sitz der republikanischen Regierung.
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