Lexikon
Verätzung
Schädigung meist von Haut- und Schleimhaut infolge der Einwirkung von ätzenden Stoffen, i. d. R. alkalischen Lösungen (Laugenverätzung) und konzentrierten Säuren (Säurenverätzung). Folgen sind, abhängig von Konzentration und Einwirkdauer, lokale Hautreizung oder Gewebsuntergang (Nekrosen) durch oberflächliche Eiweißdenaturierung. Als Soforthilfe sowohl bei inneren wie äußeren Verätzungen dienen Maßnahmen, die das Ätzmittel hochgradig verdünnen (Spülungen mit oder Trinken von reichlich Wasser) und ggf. chemisch neutralisieren. Liegt eine innerliche Verätzung vor, darf man den Betroffenen keinesfalls erbrechen lassen, da dies zu erneuten inneren Verätzungen führt.
Wissenschaft
Vom Naturstoff zur Arznei
Tiere und Pflanzen sind bis heute die wichtigste Quelle für Arzneien. Naturheilkunde und moderne Medizin stehen sich deshalb viel näher, als es ihr gegensätzliches Image vermuten lässt. von SUSANNE DONNER Dem gefriergetrockneten Leichnam sahen die Forschenden es nicht gleich an: Aber Ötzi war ein kranker Mann. Im Magen entdeckten...
Wissenschaft
Spurensicherung im Meer
Meerwasser enthält Spuren vom Erbgut seiner Bewohner. Biologen untersuchen diese eDNA, um mehr über die nasse Lebenswelt zu erfahren als mit herkömmlichen Methoden. von Tim Schröder Hvaldimir wurde schnell zum Star. Der Belugawal war im April 2019 im Hafen von Hammerfest im Norden Norwegens neben Fischerbooten aufgetaucht. Er war...